Tantra Sex: Das Zelebrieren der körperlichen Liebe

Zusammenfassung

Du sehnst Dich nach einer innigeren Beziehung zu Deinem:r Partner:in? Du willst Dein Sexualleben etwas aufmöbeln? Dann ist das Rezept dafür womöglich dieses: Tantra Sex. Die hohe Kunst der Liebe aus Fernost soll nicht nur das Bewusstsein erweitern und die Selbstachtsamkeit stärken, sondern die Partner:innen in der Beziehung einander näherbringen. Wir verraten Dir, wie Tantra Sex Deine Beziehung bereichert, welche Geheimnisse sich hinter der Liebeskunst verbergen und wie man dabei konkret vorgeht. Manege frei für das große Liebesexperiment mit langer Tradition!

Was ist Tantra?

Tantra ist eine philosophische und religiöse Strömung aus Indien. Das Sanskrit-Wort „Tantra“ bedeutet so viel wie „Gewebe“, „Eins“ oder auch „Kontinuum“. Bei dieser Lehre geht es spirituell gesehen um die Zusammenführung von Gegensätzen, um die Einswerdung mit dem großen Ganzen, der universellen Energie. Da auch die körperliche Vereinigung von Mann und Frau (oder der Vereinigung Deiner Wahl) die Einswerdung zum Ziel hat, werden Sexualität und Spiritualität im Tantra nicht getrennt behandelt. Vielmehr ist Sexualität fester Bestandteil der tantrischen Philosophie.

Die Tantra-Lehre hat ihre Wurzeln im 2. Jahrhundert. In der Theorie des Tantra bilden Körper, Geist und Seele eine Einheit. Um die Wahrnehmung dieser Einheit geht es im Tantra, um die Überwindung der Grenzen, der Aufhebung wahrgenommener Gegensätze. Denn nur wenn sich der Mensch verbunden mit allem fühlt, kann er wahrhaftes Glück empfinden, so der Glaube. Diese Harmonie lässt sich in dem erweiterten Bewusstseinszustand beim Tantra deutlich wahrnehmen. Sexualität und harmonische körperliche Berührungen dienen im Tantra dazu, dass der Mensch diesen mentalen Zustand vom Einssein erreicht. Denn dann ist der Weg offen für eine verstärkte Selbstwahrnehmung und ein besseres Verständnis für sich selbst.

Was ist Tantra Sex?

Tantra Sex beruht auf den Vorstellungen der tantrischen Philosophie. Es geht in den tantrischen Praktiken um die sexuelle Vereinigung von Mann und Frau, auf spiritueller Ebene um die Verschmelzung von männlicher und weiblicher Energie. Mann und Frau sollen auf allen Ebenen Eins werden. Tantra ist ähnlich wie die indische Liebeskunst Kamasutra, geht aber darüber hinaus. Denn im Tantra geht es anders als im Kamasutra eben nicht nur um rein sexuelle Praktiken, sondern auch um das Erleben der ganzheitlichen philosophisch-religiösen Anschauungen. Kamasutra ist körperlich. Tantra Sex ist körperlich und spirituell.

Was sind die Ziele von Tantra Sex?

Ziel ist neben der körperlichen Verschmelzung das Erleben der mentalen und seelischen Einswerdung von Mann und Frau. Auch soll sich die Energie des Individuums mit der kosmischen Energie des Ganzen verbinden, sodass es sich mit allem verbunden fühlt. Die Sexualität hat im Tantra auch den Zweck, einen erweiterten Bewusstseinszustand zu erreichen, mit dem man zu mehr Selbsterkenntnis und mehr Glück gelangen kann. Weniger wichtig hingegen ist beim Tantra Sex, ausgefallene Sexstellungen wie im Kamasutra auszuprobieren.

Die sexuelle Energie wird im Tantra als göttliche Energie betrachtet und verehrt. Mit ihrer Hilfe lasse sich die Lebenskraft an sich aktivieren und intensivieren. Der Fokus beim Tantra Sex liegt ganz klar auf maximaler emotionaler Nähe zum:r Partner:in und auf der Wahrnehmung der eigenen Empfindungen. Selbstbeobachtung ist hier das Motto.

Um diese Selbstwahrnehmung – also die eigenen Körperempfindungen bei den tantrischen Praktiken – zu stärken, gehören auch Achtsamkeitsübungen mit zum Tantra Sex dazu. In diesen Übungen kann man lernen, besser in sich hineinzuspüren und Gefühle und Empfindungen intensiver wahrzunehmen. Die Ziele von Tantra Sex lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Verbesserung der Selbstwahrnehmung
  2. Stärkung und Intensivierung der Paarbeziehung
  3. Verbesserung des eigenen Wohlbefindens
  4. Steigerung von Lebenszufriedenheit und Glücksempfinden durch das Gefühl, sich mit allem Eins zu fühlen
  5. Bereicherung des eigenen Sexuallebens
  6. Verbesserung sexueller Probleme (wie Orgasmus- oder Erektionsstörungen)
  7. Bewusstseinserweiterung
  8. Steigerung der Aufmerksamkeit für den:die Partner:in

 

Tantra Sex – Anleitung für eine besondere sexuelle Erfahrung

Für Ruhe und Entspannung sorgen

Damit Dein Tantra Sex zum schönen Erlebnis wird, solltest Du im Vorfeld einige Dinge beachten. Dazu zählt, sich ausreichend Zeit zu nehmen. Plane also einen freien Abend für das Ereignis ein und richte Dein Liebesnest atmosphärisch her. Stelle Kerzen auf – wenn Du magst auch Duftkerzen. Lege eine große, flauschige Decke auf den Boden und dekoriere sie mit vielen Kissen. So wird die sexuelle Vereinigung beim Tantra gemütlicher. Es ist wichtig, dass Ihr viel Platz für Eure Vereinigung habt.

Schöne Entspannungsmusik sorgt ebenso für ein stimmungsvolles Ambiente wie ein wohlduftendes Massageöl. Die sinnliche Erfahrung sollte nicht durch die Türklingel, Handytöne oder einen noch anstehenden Besuch gestört werden. Versuche, alle Störfaktoren auszuschalten. Tipp: Damit Ihr Euch gerne auszieht, sollte der Raum schön warm sein. Denn frieren ist alles andere als heiß. Auch ein Drink kann Euch in die entsprechende Stimmung versetzen.

Selbstreinigung vor Tantra Sex

Im zweiten Schritt wäschst Du Deinen Körper. Damit Du und Dein:e Partner:in bereit für innige Berührungen seid und wohl duftet, solltet Ihr Euch vor dem Tantra Sex reinigen. Dies kann etwa durch ein Bad oder eine Dusche geschehen. Denn frisch gewaschen macht das gegenseitige Liebkosen noch mal so viel Spaß. Nach der äußeren Reinigung folgt beim Tantra Sex dann die „innere Reinigung“. Dabei werden bestimmte Atemübungen durchgeführt, um sich für das Kommende bereit zu machen. 

Das Maithuna-Ritual: Sexuelle Lust wecken und sexuelle Erregung steigern

Das Maithuna-Ritual leitet den Tantra Sex ein. Dabei essen Mann und Frau (oder Deine Partnerkonstellation) zunächst ein kleines Mahl. Neben Wein kommen traditionell Fisch, Fleisch und geröstetes Getreide auf den Tisch. Schon währenddessen – also noch bevor Ihr Zärtlichkeiten austauscht – geht es um den Aufbau von sexueller Energie und Lust. Daher sollen sich beide Partner:innen auch in dieser Zeit schon durchweg berühren. Die Berührung steht beim Maithuna-Ritual im Vordergrund. Denn damit lässt sich die sexuelle Erregung langsam steigern.

Nach dem Essen setzt Ihr Euch einander gegenüber. Dabei nimmt Dein:e Partner:in auf der Decke Platz. Du selbst setzt Dich auf seine:ihre ausgestreckten oder zum Schneidersitz gebeugten Beine. Blickt Euch nun tief in die Augen und versucht, Euch an dieses intensive Gefühl zu gewöhnen. In der fernöstlichen Philosophie gelten die Augen als Tor zur Seele. Haltet das zunächst unangenehme Gefühl aus, das sich womöglich Bahn bricht. Nach einiger Zeit wird es sich schön anfühlen, dass Ihr Euch so innig anschaut und Ihr werdet eine intensive Verbindung spüren. Man kann also durchaus lernen, dem intensiven Blick in die Seele standzuhalten.

Nun konzentriert Euch darauf, Euren Atem in den gleichen Rhythmus zu bringen. Atmet beide gleichzeitig ein und aus. Tut dies langsam und ruhig. Ihr könnt den:die Partner:in auch mit Komplimenten verwöhnen. Auch das schafft größere Nähe zueinander. Jetzt geht es darum, Euch gegenseitig mit Liebe zu beschenken. Streichle den Körper Deines:r Partner:in sanft und wecke dadurch seine:ihre sexuelle Energie. Suche dabei immer wieder Blickkontakt mit Deinem:r Liebsten. Umarmungen stärken ebenfalls das Band zwischen Euch und machen Lust auf mehr. Wenn Ihr mögt, bringt die Lippen zueinander, sodass sie sich berühren. Atmet dabei im gleichen Rhythmus ein und aus. Dies sind tantrische Küsse. Sie dürfen beim Ritual vor der Vereinigung zum Einsatz kommen.

Die Tantra-Massage

Um die Nähe und das Einheitsgefühl zu verstärken, können Mann und Frau (die Partner:innen) eine tantrische Massage durchführen. Die Tantra-Massage ist eine intensive Ganzkörpermassage, bei der auch der Intimbereich mit einbezogen wird. Die intensiven Berührungen und Massagen am ganzen Körper sind der westlichen Welt völlig fremd. Hier geht es darum, dem eigenen Mann oder der eigenen Frau viel Liebe in Form von wohltuenden Berührungen zu schenken. Die zärtliche Berührung ist ein starker Ausdruck von Liebe und Verbundenheit zwischen zwei Menschen. Bei der sinnlichen Massage verwöhnen sich die Liebenden gegenseitig – ohne etwas vom anderen zu erwarten.

Zudem sorgt der:die eine Partner:in für die Entspannung des:r anderen und bringt dabei dessen sexuelle Energie zum Fließen. Die tantrische Massage ist zwar kein Muss beim Tantra Sex, sie wird aber gerne mit eingebaut. Ein Mensch kann schon allein durch die Berührungen und die Massage am ganzen Körper zum sexuellen Höhepunkt gelangen. Sexuell erregt zu sein ist zwar ein Ziel der Tantra-Massage, der Orgasmus ist es aber nicht. Doch durch die Stimulation der erogenen Zonen wie Vagina, Klitoris, Penis und Hoden kommt es in der Praxis relativ häufig zum Orgasmus.

Bei der Intimmassage unterscheidet man zwei Formen:

  1. die Lingam-Massage (Penis-Massage)
  2. die Yoni-Massage (Massage der weiblichen Genitalien)

 

So führst Du eine Tantra-Massage durch

Zunächst werden bei der Tantra-Massage die Bereiche berührt und massiert, die nicht zu den erogenen Zonen gezählt werden. Beispielsweise kann Dein Mann zunächst auf dem Bauch liegen und Du massierst dessen Rücken, Arme und Beine. Wende Dich dann nach und nach den erogenen Zonen zu. Verwöhne sein bestes Stück, seinen Po und seine Hoden. Wenn Du magst, kannst Du auch einen Finger in den After einführen, um eine Prostatamassage durchzuführen. Du kannst die Prostata stimulieren, indem Du einen Finger sanft in den Anus einführst (Achtung, Gleitgel verwenden!) und den Enddarm-Bereich zur Bauchseite hin massierst. Dein:e Partner:in kann zur Massage aber auch auf dem Rücken liegen. In dem Fall wird die Vorderseite des Körpers massiert.

Der:die Partner:in wiederum kann die äußeren und inneren Schamlippen sowie die Klitoris oder den G-Punkt streicheln und sanft massieren. Jedoch sollen die Berührungen im Intimbereich nicht darauf ausgerichtet sein, den Orgasmus auszulösen. Ist die sexuelle Erregung schon sehr groß, wendet Euch wieder weniger sensiblen Bereichen wie den Händen oder dem Rücken zu. Zwischendurch kannst Du Deine:n Partner:in auch mit Deinem ganzen Körper massieren. Bei der sogenannten Nuru-Massage benutzt Du Deinen eigenen Körper als Massagewerkzeug und fährst mit ihm sanft über den Deines:r Partner:in.

Die sexuelle Vereinigung

Der tantrische Sex ist eine langsame und intensive Variante von Sexualität. Es muss dabei nicht zwingend zum Geschlechtsverkehr kommen. Aber natürlich dürft Ihr auch das große Finale samt Orgasmus genießen. Lasst Euch bei der körperlichen Liebe im letzten Akt aber weiterhin viel Zeit und spürt in Euch hinein. Genießt die sexuelle Energie und Eure Empfindungen bei der Vereinigung. Macht zwischendurch immer mal wieder eine Pause. Denn damit könnt Ihr Eure Lust aufeinander noch steigern.

Wenn Ihr mögt, könnt Ihr aber auch einfach nur nebeneinander liegen und dem Erlebten nachspüren. Genieße den Moment, Eure Intimität und die gemeinsam erlebte Sexualität, indem Ihr Euch bei Euren Berührungen tief in die Augen schaut. Vergiss eines nicht: Beim Tantra ist der Weg das Ziel – die Meditation und das Zelebrieren des Moments – nicht der eigentliche Höhepunkt.

Die besten Sexstellungen im Tantra

Wähle für Eure finale Vereinigung eine Sexstellung, bei der Ihr die tiefe Verbundenheit aufrechterhalten könnt. Die besten Sexstellungen sind also diejenigen, die Euch weiterhin einen intensiven Blickkontakt ermöglichen. Dazu müsst Ihr nicht unbedingt die umständlichen Stellungen des Kamasutras umsetzen. Wählt vor allem eine Position aus, die bequem ist und in der Ihr Euch auch etwas länger aufhalten könnt.

Stellung Nummer 1: Die vertauschte Missionarsstellung

Legt sich die Frau beim Geschlechtsverkehr auf den liegenden Mann, kann sie über den Fortschritt seiner Erregung während der Vereinigung bestimmen. Sie hat so die Kontrolle über den Grad seiner Lust und kann damit spielen.

Sexstellung Nummer 2: Die Scherenstellung

Bei dieser Position liegen beide Partner:innen auf der Seite und schauen sich an. Der:die eine Partner:in legt den Oberschenkel zwischen die des:r anderen. So bleibt der intensive Blickkontakt auch in dieser Stellung gewahrt.

Stellung Nummer 3: Die Löffelchen-Stellung

Bei der Löffelchen-Stellung liegen Mann und Frau auf der Seite. Der Mann liegt hier aber hinter seiner Partnerin. Wenn die Frau sich bei der Vereinigung zum Partner umsieht, wird auch in dieser Position die intensive Verbundenheit nicht gefährdet.

Sexstellung Nummer 4: Der Lotussitz

Dein Mann hat Erfahrung mit Meditation? Na prima. Dann könnt Ihr für die Vereinigung den Lotussitz wählen. Dieser Sitz erfordert eine gewisse Gelenkigkeit. Denn der Mann sitzt in dieser Stellung in einer Art Schneidersitz und seine Partnerin nimmt auf seinen Oberschenkeln Platz. Diese Stellung ist für ausdauernde Sexorgien gut geeignet, da der Penis dabei nicht so intensiv stimuliert wird. Sie ist also wie gemacht für ein langsames, aber höchst lustvolles Tantra Sex-Erlebnis.

Squirting – die weibliche Ejakulation

Zusammenfassung

Squirting oder auch die weibliche Ejakulation gilt als die Krönung eines heißen Liebesspiels. Zu diesem glückseligen Ereignis gelangt die Frau durch Geschlechtsverkehr mit dem:r Partner:in oder durch Masturbation. Im Moment größter Erregung sondert die Frau dann ein spezielles Sekret ab, ganz ähnlich wie der Mann im Augenblick seines Orgasmus. Wie Du Squirten lernen kannst und warum im Grunde jede Frau dazu fähig ist, erfährst Du hier.

Was ist Squirting?

Das Wort „Squirting“ kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „spritzen“ oder „abspritzen“. Damit ist das Freisetzen einer speziellen Flüssigkeit gemeint, die praktisch jede Frau bei starker sexueller Erregung freisetzen kann. Dabei handelt es sich aber eher um ein Auslaufen als um ein wirkliches Spritzen wie bei einem männlichen Orgasmus. In der Regel tritt das weibliche Ejakulat bei fortgeschrittener Stimulation des G-Punkts der Frau aus der Harnröhre aus. In vielen Fällen wird sie von einem Orgasmus begleitet. Der G-Punkt der Frau liegt etwa vier bis sechs Zentimeter tief in der Vagina – und zwar an der vorderen Scheidenwand.

Wird beim Squirten Urin freigesetzt?

Hier gehen die Meinungen der Expert:innen auseinander. Bislang ging man davon aus, dass weibliches Ejakulat nicht aus Urin besteht. Doch in jüngeren Studien fand man nun heraus, dass das Squirting-Sekret wohl doch Urin ist, da es aus der Blase abgesondert wird. Zumindest soll es sich zu einem großen Teil der Flüssigkeit um Urin handeln.

Offenbar sondern manche Frauen bei der weiblichen Ejakulation noch eine weitere Flüssigkeit ab, die im Moment großer Lust aus den Skene-Drüsen (der weiblichen Prostata) freigesetzt wird. Dieses weibliche Ejakulat ist eine wässrige, milchige Flüssigkeit, die ganz anders als Urin riecht und aussieht. Ihr Geruch ist eher neutral. Da es sich um einen natürlichen Vorgang des weiblichen Körpers handelt, muss sich weder ein Mann noch eine Frau vor dem weiblichen Ejakulat ekeln. Auch muss sich die Frau für dieses Sekret bestimmt nicht schämen.

Squirting Anleitung: So bekommst Du eine Ejakulation

Um die weibliche Ejakulation zu erleben, gehe beim Solo-Sex oder beim gemeinsamen Liebesspiel folgendermaßen vor:

  1. Um Dich fallenlassen zu können, brauchst Du Ruhe. Sorge also dafür, dass Du Dich ungestört eingehend mit Dir befassen kannst.
  2. Statte vorher der Toilette noch einen Besuch ab, damit Deine Blase leer ist.
  3. Lege Dir ein Handtuch unter den Körper.
  4. Beim gemeinsamen Squirting-Experiment: Verwöhnt Euch gegenseitig mit einem schönen Vorspiel.
  5. Benutze ein wenig Gleitgel.
  6. Positioniere ein Kissen unter Deinem Po, damit Du die wichtige Zone leichter erreichst.
  7. Bringe Dich mit einer Massage Deines G-Punkts in Wallung, indem Du Mittel- und Ringfinger etwa sechs Zentimeter tief in die Vagina einführst. Achtung: Lange Fingernägel haben hier keinen Zutritt! An der vorderen Scheidenwand müsstest Du auf eine strukturierte Oberfläche stoßen. Bingo: Diese erhabene Fläche ist der weibliche G-Punkt. Spiele an dieser Stelle mit Reibung, unterschiedlichem Druck und verschiedenen Geschwindigkeiten. Du kannst natürlich auch einen Vibrator zur Hilfe nehmen. Verwöhne Deine Schamlippen und Deine Klitoris ebenfalls mit sanftem Druck und zärtlicher Reibung.
  8. Zusätzlich zur Stimulation des Intimbereichs legst Du die andere Hand auf das Schambein und übst hier Druck aus. So erzeugst Du einen Rückstau der Flüssigkeit in den Skene-Drüsen.
  9. Ist Deine Erregung stark genug, fühlt es sich so an, als würdest Du pinkeln müssen. Dies ist der Moment kurz vor dem Squirten. Gib diesem Entladungsdrang nach und entspanne die Beckenbodenmuskulatur. Nun können die Skene-Drüsen das angesammelte weibliche Ejakulat durch die Harnröhre abspritzen.

Kann jede Frau squirten?

Im Prinzip schon. Doch fällt es manch einer Frau leichter, einer anderen schwerer. Squirten an sich ist aber ein natürlicher Vorgang, der von jeder Frau erlernt werden kann. Denn jede Frau verfügt über die dafür notwendige Ausstattung. Forscher:innen vermuten, dass bei Frauen, denen es leichtfällt zu ejakulieren, die weibliche Prostata eine bestimmte Größe und Lage hat. Auch ist bei diesen Frauen die Beckenbodenmuskulatur oft sehr kräftig. Weitere Faktoren, die das Squirten fördern, sollen eine große sexuelle Lust und die Fähigkeit zur Entspannung beim Orgasmus sein. Übrigens: Das Squirten kann mit einem Orgasmus einhergehen, muss es aber nicht zwangsläufig.

Doch am wichtigsten ist: Setze Dich beim Squirting-Training wie auch beim Orgasmus-Training nicht unter Druck. Wenn es bei diesem Mal nicht klappt, gelingt es Dir vielleicht beim nächsten Mal. In der Regel müssen Frauen, die beim Sex nicht ganz spontan squirten, zunächst etwas üben.

Welche Sexstellung bietet sich zum Squirten an?

Die eine Position, die das Abspritzen der Frau besonders fördert, gibt es nicht. Möchtest Du das Squirten in das gemeinsame Liebesspiel mit Deinem:r Partner:in einflechten, wählst Du am besten eine Stellung aus, in der Du liegst. In dieser Position – am besten noch mit einem Kissen unter dem Po – kann Dein:e Partner:in Deinen G-Punkt mit der Hand oder dem Penis optimal stimulieren. Womöglich gelingt das lustvolle Spritzen auf die Art leichter.  

Empfehlenswert ist aber auch die Reiterposition. Wenn die Frau dabei ihren Oberkörper leicht nach hinten neigt, kann der Penis ihren G-Punkt besonders gut erreichen und stimulieren.

Mit Beckenbodentraining zum Squirten

Ein starker Beckenboden ist nicht nur das A und O, um tolle Orgasmen – inklusive multipler Orgasmen – zu erleben. Auch beim Squirten kann Dir eine starke Beckenbodenmuskulatur nützlich sein. Denn in der Regel haben die Frauen, die mit Leichtigkeit beim Sex abspritzen, hier sehr kräftige Muskeln. Um die Beckenbodenmuskeln zu stärken, kannst Du folgende Übung mehrmals in der Woche durchführen:

  1. Lege Dich mit aufgestellten Beinen auf den Rücken. Die Füße stehen hüftbreit auseinander.
  2. Bringe nun ausatmend das Becken nach oben, sodass Oberschenkel und Oberkörper eine Linie bilden. Spanne dabei aktiv den Beckenboden an.
  3. Lege Dein Becken nun wieder ab und atme dabei ein. Lasse den Beckenboden wieder locker.
  4. Wiederhole die Übung etwa zehnmal.

Squirten ist kein Pflichtevent

Sind beide Partner:innen mit ihrem Sexualleben zufrieden, müssen sie nicht jeden Sex-Hype mitmachen. Das gilt auch für das Squirten. Die weibliche Ejakulation ist nichts, was eine Frau unbedingt beherrschen sollte, um im Bett als Granate zu gelten. Wenn Du aber gerne Neues ausprobierst und um eine Erfahrung reicher sein möchtest, dann kannst Du das Abspritzen gerne mit oder ohne Partner:in üben. Wer weiß: Vielleicht bereichert das Ejakulieren Euer Liebesleben ja ungemein und Dein:e Partner:in fährt völlig darauf ab?

Sperma schlucken oder nicht – Welcher Typ bist Du?

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Ein heißer Blowjob für ihn und dann der Big Shot: Sein Sperma wird abgefeuert. Die Frage ist nur: wohin? In Dein Gesicht, auf seinen Bauch oder doch lieber in Deinen Mund? Beim Thema Sperma schlucken gehen die Geschmäcker im wahrsten Sinne des Wortes auseinander. Was für den:die eine gängige Praxis ist, kann für eine:n andere:n ein rotes Tuch sein. Was also tun? Wir besprechen die Pros und Contras des großen Oralsexfinales.

Sperma schlucken oder ausspucken – Wie viele schlucken es?

Glaubt man Umfragen, so soll eine knappe Mehrheit der Frauen das Sperma nach dem Blowjob nicht schlucken. Doch immerhin fast die Hälfte der Frauen schlucken das männliche Ejakulat ihres Sexualpartners, wenn sie Oralsex haben.  

Das eigene Sperma schlucken – Ist das gefährlich?

Das eigene Sperma zu schlucken, stellt keinerlei Gesundheitsgefährdung dar. Warum auch? Handelt es sich doch um einen körpereigenen Saft, der wohl kaum toxisch sein kann. Wenn der Mann also sein eigenes Sperma schlucken möchte, weil es ihn sexuell erregt oder weil er es einfach mal schmecken möchte, kann er dies bedenkenlos tun. Vorteil: Er weiß danach sehr gut, was sein:e Partner:in erwartet, wenn diese:r gern schluckt. 

Wie setzt sich Sperma zusammen?

Sperma enthält zum einen die Samenflüssigkeit (das Samenplasma), mit deren Hilfe die männlichen Spermien zur Eizelle gelangen. Dieses milchige Sekret wird in der Prostata gebildet. Es besteht größtenteils aus Wasser. Daneben sind Eiweiße, Hormone und bestimmte Mineralien enthalten. Zudem kommen natürlich die Spermien (Samenzellen) selbst im Sperma vor. Diese werden in den Hoden gebildet und kennen nur ein Ziel: die weibliche Eizelle. Das Ejakulat eines Mannes enthält im Schnitt bis zu 150 Millionen Spermien und die versammeln sich auf gerade mal einem Teelöffel (vier Milliliter).  

Welchen Geschmack hat Sperma?

Die Nuancen des Spermas können von Mann zu Mann verschieden sein – je nachdem was er isst und welche Gewohnheiten er sonst so pflegt. Doch die dominierende Geschmacksrichtung wird oft als leicht pilzig, salzig oder muffig beschrieben. Also, liebe Geber:innen: Ein Erdbeershake wartet beim Schlucken von Sperma leider nicht auf Euch! Doch offenbar lässt es sich an den Geschmack gewöhnen, sonst gäbe es wohl keine:n, der:die sich zum Schlucken bereiterklären würden. Der Geschmack von Sperma verändert sich, wenn der Mann geschmacksintensive Lebensmittel zu sich nimmt. Knoblauch, Blumenkohl und Brokkoli sollen ihn beispielsweise verschlechtern. Auch Kaffee, Alkohol und Nikotin führen zu einem miesen Sperma-Bouquet. Süßes Obst hingegen soll das Sperma leckerer machen.

Die Pros: Warum sich Sperma schlucken lohnt

Glaubt man einschlägigen Studien, dann ist Sperma schlucken nicht nur ein Antörner, sondern dazu auch noch sehr gesund. So soll das darin enthaltene Spermidin eine verjüngende Wirkung auf Körper und Geist haben, also ein echter Jungbrunnen sein.

Sperma – ein natürliches Anti-Aging-Mittel

Vergiss Deine Anti-Falten-Cremes! Denn von jetzt an glättest Du Deine Fältchen mit dem Sperma Deines Partners. Wie eine seriöse österreichische Studie von 2018 gezeigt hat, leben Menschen, die viel Spermidin zu sich nehmen, im Schnitt fünf Jahre länger als die, die es seltener konsumieren. Warum? Weil das Spermidin die Reparatur geschädigter Zellen unterstützt und so eine verjüngende Wirkung hat. Die Haut wird glatter und schöner. Auch bei trockener und unreiner Haut soll das Spermidin positive Effekte erzielen können.

Also ist Sperma ein Anti-Aging-Mittel, das nebenbei auch noch ganz natürlich und kostenlos ist. Unser Tipp: Nichts wie rein in die hautverjüngende Gesichtsmaske. Was tut Mensch nicht alles für seine Schönheit? Alternative: regelmäßig das Sperma Deines Partners schlucken. Tipp für Schluckunwillige: Die Substanz Spermidin kommt auch in Lebensmitteln vor, zum Beispiel in Weizenkeimen, altem Käse (Cheddar), in Pilzen und grünen Erbsen. Hu! So musst Du den Spruch: „Wer schön sein will, muss leiden“ nicht wörtlich nehmen.

Sperma – für eine wallende Mähne

Laut Forschern soll Spermidin – regelmäßig eingenommen – auch bei Haarausfall helfen können. Wenn Du also Deine Mähne pimpen willst, dann hol Dir Deine Haarkur künftig regelmäßig direkt bei Deinem Schatz ab. Ob sich Sperma auch auf die Haare aufgetragen positiv auswirkt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt. Um sicherzugehen die Kur einfach schlucken.

Sperma schlucken – Schutz vor Demenz?

Schlauer dank schlucken? Laut Forschern sollst Du mit Sperma auch Deine geistige Leistungsfähigkeit länger aufrechterhalten können. So kann das enthaltene Spermidin vor altersbedingter Gedächtnisschwäche (Demenz) schützen. Denn es sorgt dafür, dass Ablagerungen im Gehirn besser abtransportiert werden, sodass die Synapsen nicht so schnell altern. Die Folge: Du bleibst länger fit im Kopf und weißt immer genau, wo Deine Schlüssel liegen. Wenn Du also vorhast, gesund zu altern, schließe Deine Blowjobs künftig immer mit einer Schluckimpfung ab.

Du machst Deinen Mann glücklich

Last but not least: Wenn Du schluckst, machst Du Deinen Liebsten selig. Im Ernst: Viele Männer lieben es, wenn Sie oder Er das Sperma schluckt. Wahrscheinlich schätzen sie das Gefühl von Größe, Macht und Überlegenheit, das damit verbunden ist. Schließlich ist das Ejakulat das Symbol für männliche Potenz schlechthin. Wenn Du es dann noch mit dem Mund aufnimmst und schluckst, wird das sein Selbstwertgefühl in luftige Höhen befördern.

Es gibt allerdings auch Männer, die das Schlucken ablehnen. Bei ihnen ist dann die Eichel im Moment des Orgasmus so empfindlich, dass sich die Stimulation beim Auffangen unangenehm anfühlt. Also frag am besten vorher, wonach Deinem Partner diesbezüglich der Sinn steht.

Die Cons: Warum Sperma schlucken nicht jedermanns Sache ist

Geschmack und Konsistenz lösen keine Begeisterungsstürme aus

Glibberigen, muffigen Milchpamps schlucken? Niemals. Das ist die Perspektive von vielen, die sich nicht im Traum vorstellen können, jemals das Sperma ihres Partners zu schlucken. Weder ein paar Tropfen Sperma noch die ganze Ladung. Bei aller Liebe! Aber bei nicht wenigen verläuft genau hier die Grenze des sexuell Vertretbaren. Lass Dich in dem Fall nicht zu etwas überreden, was Du nicht willst. Denn auch diese Ansicht ist in Ordnung und vom Partner zu tolerieren.

Vorsicht: Infektionsgefahr

Beim Oralsex und beim Schlucken von Sperma kannst Du Dich mit sexuell übertragbaren Krankheiten infizieren. Dazu gehören etwa das HI-Virus, Chlamydien, Herpes, Tripper und die humanen Papillomviren (HPV). Oralsex und das Schlucken von Sperma ist eher etwas für Paare, die schon länger zusammen sind. Für den One-Night-Stand oder die Affäre ist diese Sexpraktik nicht geeignet. Wenn Du dann doch Oralsex mit einem Fremden hast, benutze unbedingt ein Kondom.

Sperma-Allergie

Allergien sind in aller Munde! Doch wusstest Du, dass es auch eine Allergie auf frisches Sperma gibt? Sowohl die Frau als auch der Mann können davon betroffen sein. In dem Fall solltest Du dringend von Oralsex Abstand nehmen oder eben ein Kondom benutzen. Probleme macht in dem Fall das Prostataspezifische Antigen (PSA). Beim Kontakt kommt es zu den typischen allergischen Reaktionen wie Rötungen auf der Haut und Juckreiz oder noch Schlimmerem.

Sperma schlucken: Tipps für das erste Mal

Bist Du bereit für eine kleine „Spermahlzeit“? Dann haben wir für Dich ein paar Tipps parat:

  • Nimm für den Anfang nur einen Kosthaps! So bekommst Du einen Eindruck, wie Dein Partner schmeckt und kannst entscheiden, wie Du künftig weitermachen willst.
  • Stelle ihm regelmäßig Ananas zum Essen zur Verfügung. So verfeinerst Du das Aroma seines Spermas, wenn Du mit dem natürlichen Geschmack unglücklich bist. Es wird dadurch süßer und daher angenehmer zu schlucken. Verstecke dafür Alkohol und Zigaretten vor ihm. Denn sie machen Sperma unappetitlich.
  • Vereinbare mit Deinem Schatz vor dem Blowjob ein Handzeichen für „Ich komme gleich“. Zeigt er es an, hast Du noch ein wenig Zeit, Dir zu überlegen, ob Du schlucken willst oder nicht. Wenn Dir plötzlich nicht mehr danach ist, kannst Du die Sache noch kurzfristig abblasen. Dann stimuliere seinen Penis einfach bis zur Ejakulation weiter.   
  • Schlucke das Sperma schnell herunter. Denn bleibt es längere Zeit im Mund, entfaltet es sein volles Aroma.
  • Lege Dir vorab ein paar Tücher zurecht, falls Du das Sperma lieber ausspucken möchtest.
  • Ein Glas Wasser in Reichweite ist auch empfehlenswert.
  • Wenn Sperma auf das Laken geträufelt ist: Unbedingt kalt auswaschen! Denn bei Wasser über 40 Grad gerinnt das Eiweiß und bleibt eher im Gewebe haften.

Slow Sex – Langsam und achtsam Lieben

Zusammenfassung

Slow Sex? Oh je! Das klingt eher nach Einschlafhilfe als nach prickelnder Erotik. Doch weit gefehlt! Diese Sexpraktik ist alles andere als einschläfernd. Sie kann sogar überaus sinnlich sein und dazu führen, dass sich zwei Partner:innen einander näher fühlen als jemals zuvor. Außerdem rebelliert diese Form der Sexualität gegen den Performance-Druck in unserer Leistungsgesellschaft. Wir verraten Dir, worauf es bei der achtsamen Liebe ankommt und welche Geheimnisse der Liebeskult birgt.

Was ist Slow Sex?

„Slow Sex“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „langsamer Sex“. Das klingt zunächst ziemlich langweilig, denn wir sind es gewöhnt, schnell und effektiv zu arbeiten – so auch beim Sex. Doch Slow Sex bedeutet im Grunde nur, dass beide Partner:innen sich beim Liebesspiel bewusst ganz viel Zeit füreinander nehmen. Dass sie sich in einer lang andauernden Erotik-Session gegenseitig mit Küssen, Streicheleinheiten und Liebe verwöhnen.

Ein weiteres Geheimnis der entschleunigten Liebe ist es, dass die eigene Sexualität neu entdeckt wird. Denn beim Slow Sex erforschen beide Partner:innen neue Lustpunkte am Körper des:r anderen oder am eigenen. Es geht dabei also eher um den Weg (Vorspiel) als um das Ziel (Orgasmus). Penetration und Orgasmus können beim gemächlichen Techtelmechtel eine Rolle spielen – müssen es aber nicht. Das soll den Erwartungsdruck aus dem Sexleben nehmen und so Raum fürs Spüren und Genießen lassen. Denn häufig ist Sex heute an Erwartungen wie „Ich muss zum Orgasmus kommen“ geknüpft – und zwar bei Frauen und Männern.

Wer hat Slow Sex entwickelt?

Die Sexualpraktik geht auf die südafrikanische Tantra-Lehrerin Diana Richardson zurück. Sie veröffentlichte 2011 ein ganzes Buch zum Thema Slow Sex. Es wurde zum Bestseller und machte Slow Sex zum neuen Sextrend.  

Wie lange dauert Slow Sex?

Das kann jedes Paar selbst entscheiden. Aber eine Runde Slow Sex dauert in der Regel mindestens eine Stunde. Fortgeschrittene Slow Sex-Fans können das Liebesspiel sogar auf drei oder noch mehr Stunden ausdehnen. Als Anfänger:in solltest Du Dir damit aber keinen Stress machen. Schaut einfach, dass Ihr Euer Liebesspiel gemütlicher als üblich angeht und Euch bei den einzelnen Handlungen bewusst mehr Zeit lasst.  

Die Vorteile von Slow Sex

In unserem hektischen Alltag sind wir es nicht mehr gewohnt, Dinge langsam anzugehen. Doch genau darauf zielt Slow Sex ab. In der Entschleunigung kann es zu folgenden wunderbaren Erfahrungen kommen:

  • Du bist befreit vom Druck, beim Sex zum Orgasmus zu kommen.
  • Du bist befreit vom Druck, zunehmend stärker erregt zu sein.
  • Du bist befreit von irgendeinem Performance-Druck.
  • Du lebst und genießt den Moment.
  • Ihr entdeckt neue prickelnde Lustpunkte an Euren Körpern bzw. lernt die bekannten besser kennen.
  • Ihr schenkt Euch gegenseitig viel Zeit, Liebe und Zuwendung – sowohl körperlich als auch emotional.
  • Dadurch seid Ihr Euch emotional näher und Eure Beziehung wird tiefer.
  • Wenn Ihr schon lange ein Paar seid, könnt Ihr Eure Liebe durch Slow Sex neu entfachen.
  • Wenn Ihr schon lange ein Paar seid, sorgt Slow Sex für frischen Wind im Schlafzimmer.
  • Ihr entdeckt Eure Sexualität ganz neu (Stichwort Achtsamkeit).
  • Ihr macht neue Sinneserfahrungen und lernt neue Nuancen von Erregung kennen.
  • Ihr werdet eingeladen, Eure sanfte Seite auszuleben. 
  • Du kannst durch das Hinauszögern des Höhepunkts einen intensiveren Orgasmus erleben.

Slow Sex: eine Anleitung

Gerade zu Beginn fällt es vielen Paaren gar nicht so leicht, ihren Sex langsam und vor allem achtsam zu gestalten. Schließlich geht im Alltag ja auch alles ruckzuck. Beim Slow Sex heißt es jedoch: Habe Mut zur Langsamkeit und Sinnlichkeit! Der durchschnittliche 5-10-Minuten-Sex hat in Eurem Bett jetzt kein Platz mehr.

Tipp 1: Entspanne Dich und Deine Umgebung

Schalte vor Eurem innigen Liebesritual sämtliche Störquellen aus. Smartphone oder Türklingel sollten Eure intensive Zweisamkeit nicht unterbrechen. Wenn Du magst, stelle ein paar Kerzen auf und stimme Dich mit Deinem:r Partner:in auf Ruhe und Entspannung ein. Wie wäre es, zunächst gemeinsam zu meditieren oder Euch mit Yoga herunterzufahren? Auch Entspannungsmusik kann Dir dabei helfen abzuschalten.

Tipp 2: Schritt für Schritt zur Langsamkeit

Ihr müsst nicht von vornherein 4-Stunden-Sessions anvisieren. Aber plant für Euer Zeremoniell ausreichend Zeit ein. In der kommenden Stunde sollten auf Euch keine anderen Termine warten. Dauert Euer Liebesspiel so im Schnitt etwa 15 Minuten, verlängert es langsam: Legt zunächst fünf Minuten, beim nächsten Mal zehn Minuten drauf – bis Ihr dann bei einer Stunde oder mehr angelangt seid. Schaut, was sich verändert und wie es Euch gefällt.

Tipp 3: Keine überhöhten Erwartungen an den ersten Slow Sex

Stellt an die ersten Male keine allzu hohen Erwartungen. Denn Slow Sex erfordert oft erst etwas Übung, bevor Ihr ihn so richtig genießen könnt. Findet durch trial and error heraus, was sich für Euch gut anfühlt und was Ihr beim nächsten Mal lieber sein lasst. Manche Erfahrungen fallen vielleicht nicht ganz so aus wie erwünscht. Aber auch das gehört mit zum Sexperiment dazu. Dafür werdet Ihr aber auch viele tolle Eindrücke für Euch verbuchen können.

Tipp 4: Schenke viel Liebe und Aufmerksamkeit

Legt Euch zunächst einfach gemeinsam nackt ins Bett oder den gemütlichen und ungestörten Ort Eurer Wahl. Nun beginnst Du damit, Deine:n Partner:in zu streicheln. Spare dabei die klassischen Geschlechtsorgane aus und widme Dich anderen empfindsamen Stellen – schließlich soll es nicht gleich von 0 auf 100 gehen. Die Erregung soll vielmehr ganz langsam wachsen. Auch eine gute Idee: eine Massage. Ertaste mit Deinen Händen den ganzen Körper Deines:r Partner:in und verwöhne ihn:sie mit wohltuenden Liebkosungen. Stell Dir vor, Du würdest Deinen Schatz das allererste Mal berühren, den Körper Stück für Stück kennenlernen und herausfinden wollen, was ihn:sie sexuell anspricht. Von Kopf bis Fuß kannst Du Deine Streicheleinheiten sanft niederprasseln lassen. Nach und nach kannst Du auch mit Lippen und Zunge weiter auf Erkundungstour gehen.

Dann sind endlich auch die Hotspots an der Reihe. Liebkose Penis, Hoden und Damm oder Brüste, Innenschenkel und Vulva – aber ganz langsam. Streichle, jedoch ohne zu stimulieren. Auch das Eindringen ist in dieser Phase noch tabu. Nach einem Rollentausch darfst Du dann die flüchtigen Berührungen Deines:r Partner:in genießen. Schließlich sollen beim Slow Sex beide Partner:innen in erotische Schwingung versetzt werden.

Tipp 5: Sprich über erotische Erfahrungen

Es heißt immer: Wer sich liebt, versteht sich auch ohne Worte. Aber beim Slow Sex können ein paar Worte nicht schaden. Ihr könnt nur profitieren, wenn Ihr Euch ehrlich über die Handlungen austauscht. Frage also Deine:n Liebste:n immer mal wieder, was sich gut anfühlt und was nicht. Erzählt Euch auch, was Ihr aneinander liebt. Das ist Balsam für die Seele. 

Tipp 6: Lass den Atem fließen

Wenn wir angespannt sind, halten wir oft – ohne es zu merken – die Luft an. Beim Slow Sex ist das ein absolutes No-Go. Denn dann entspannst Du Dich nicht mehr. Atme stattdessen gleichmäßig ein und aus. So bleibst Du relaxed und kannst die Berührungen Deines:r Partner:in intensiver spüren.

Tipp 7: Die Penetration erfolgt langsam – wenn überhaupt

Wartet mit dem Akt deutlich länger als üblich. Auch wenn Ihr denkt, Ihr seid jetzt so erregt, dass es nur noch eines geben kann: Übt Euch in Willensstärke! Wenn Ihr es dann irgendwann gar nicht mehr aushaltet, gebt dem Instinkt nach und vereinigt Euch. Die Penetration sollte aber ebenfalls langsam und gefühlvoll sein. Dein:e Partner:in sollte möglichst weniger Stoßbewegungen machen als sonst. Haltet dabei Augenkontakt.

Gern dürft Ihr die Penetration unterbrechen, um weitere Lust anzuhäufen und den vielleicht noch eintretenden Orgasmus zu intensivieren. Übrigens kann beim Slow Sex auch ein nicht steifer Penis in die Vagina eingeführt werden, der dann für eine Weile dort verbleibt und Lust bereitet. Die Sexexpertin Yella Cremer spricht hier von „weicher Penetration“. Es ist aber auch in Ordnung, Sex ohne jegliche Penetration zu haben. Die Entscheidung liegt bei Euch.  

Tipp 8: Nachspüren

Ist das Liebesspiel zu Ende, springt man beim Slow Sex nicht so mir nichts Dir nichts aus dem Bett und nimmt den Alltag wieder auf. Vielmehr spürt man dem Erlebten noch ein paar Augenblicke nach und löst sich dankend vom Partner:in

Welche Sexstellungen sind für Slow Sex geeignet?

Im Prinzip könnt Ihr Slow Sex in jeder Stellung praktizieren. Doch weil die Zeremonie länger als üblich dauert, entscheidet Ihr Euch am besten für eine bequeme Position. Schließlich soll ja die Entspannung und nicht die Verkrampfung im Mittelpunkt stehen. Folgende Stellungen sind wie geschaffen für ein achtsames Liebesspiel:

  • Löffelchenstellung: In dieser Position liegt Ihr beide auf der Seite. Ein Mann liegt hinter der Frau, wie zwei Löffel hintereinander angeordnet. Hier liegt Ihr ganz nah beieinander. Der Penis – ob nun erigiert oder nicht – kann hier besonders leicht in die Vagina eindringen und auf Wunsch auch hier verbleiben.
  • Missionarsstellung: Diese Stellung eignet sich für Slow Sex, weil ein Mann darin für etwas längere Zeit in der Vagina der Frau verbleiben kann. Auch ein langer Augenkontakt ist in dieser Position möglich.
  • Scherenstellung: In dieser Position lässt sich ein weicher Penis besonders leicht vaginal einführen. Mann und Frau finden hier zueinander, indem sie auf der Seite liegen und sich anblicken. Ihre Beine sind dabei wie zwei Scheren ineinander verkeilt.

Sinnliche Sextoys für Frauen

Zusammenfassung

Viele Frauen kommen durch reinen Geschlechtsverkehr nicht zum Orgasmus. Das liegt häufig daran, dass die Klitoris als das wichtigste Lustorgan der Frau dabei nicht ausreichend stimuliert wird. Mit den passsenden Sextoys kann das Liebesspiel zu zweit oder allein jedoch häufiger von Erfolg gekrönt sein. Denn die meisten Toys beziehen das Lustzentrum Nummer 1 mit ein. Vorhang auf für die besten Lustspender, die Dich beim (Solo) Sex ins Reich höchster sexueller Empfindungen geleiten.

Warum lohnt sich ein Sextoy zur Selbstbefriedigung?

Ich habe doch zwei gesunde Hände. Wozu also ein Sextoy einsetzen? Wenn Du wüsstest! Klar, unsere Hände sind toll. Aber ein Sextoy kann eben noch mehr als unsere Hände. Inzwischen gibt es sogar Studien, die enthüllen, dass Frauen mit einem Toy häufiger zum Orgasmus kommen als Frauen ohne entsprechendes Spielzeug. Hier sind noch mehr gute Gründe, warum sich zumindest ein Testlauf lohnt:

  • Mit einem Sexspielzeug kannst Du leichter herausfinden, was Du in sexueller Hinsicht magst und was nicht.
  • Du kannst Deinen sexuellen Horizont erweitern: Womöglich gefällt Dir Analsex mit einem Vibrator ja doch besser, als Du dachtest.

Der Vibrator

Ein Vibrator ist ein Toy zur sexuellen Selbstbefriedigung der Frau. Er kann unterschiedliche Formen und Farben haben sowie aus verschiedenen Materialien bestehen. Oft kommt er aber als stabförmiges Objekt zum Einführen in die Vagina daher. Durch eine weitere Struktur wird bei manchen Exemplaren zusätzlich noch die Klitoris stimuliert (z. B. Rabbit-Vibrator). Es gibt aber auch Vibratoren, die sich allein der empfindlichen Klitoris widmen.

Allen Vibratoren ist gemein, dass die Geräte einen integrierten Motor haben, die den Vibrator in Schwingung versetzen und so an den weiblichen Lustzentren für sensationelle Gefühle sorgen können. Den Vibrator kannst Du auch in den verschiedensten Größen kaufen. Für Liebhaberinnen großer Penisse gibt es auch die XXL-Vibrator-Variante – für ein XXL-Erotikvergnügen. Viele Vibratoren darfst Du sogar in der Badewanne oder Dusche verwenden. Denn sie sind wasserdicht und halten so Deinem feuchten Abenteuer stand. Die Modelle sind in der Regel aus elastischem, weichem Silikon gefertigt und fühlen sich daher angenehm glatt an.

Der klassische Vibrator: Sexspielzeug mit Tradition

Der Vibrator der ersten Generation der Sextoys für Frauen ist ein phallusförmiger Stab, der zur Stimulation des G-Punkts in die Vagina eingeführt wird. Einmal richtig positioniert, versetzt ein kleiner Elektromotor im Inneren das Sexspielzeug in Schwingungen und sorgt auf Knopfdruck für intensive Gefühle der Lust. Du kannst hier zwischen einem geraden und einem etwas gebogenen Penis-Imitat wählen. Magst Du es eher sanft, bietet sich ein Exemplar mit glatter Oberfläche an. Schätzt Du etwas mehr Reibung, kannst Du Dich für einen Vibrator mit gerippter oder genoppter Oberfläche entscheiden. Feel free!

Der Rabbit-Vibrator

Eine Weiterentwicklung des klassischen Vibrators ist der „Rabbit-Vibrator“. Eine stabförmige Struktur schenkt der Frau auch hier prickelnde Glücksgefühle am G-Punkt. Aber zusätzlich gibt es noch eine etwas kleinere Form, die bei vielen Modellen an Hasenohren (engl. „rabbit“ = Hase) erinnert. Dieser Teil des Vibrators wird mithilfe eines Motors ebenfalls in Schwingung versetzt und auf die Klitoris aufgelegt. Die Vibrationen stimulieren Deine empfindliche Klitoris und steigern Deine Erregung – im besten Fall bis zur sexuellen Ekstase.

Der Auflege-Vibrator

Wie der Name schon ankündigt, wird der Auflege-Vibrator direkt zwischen die Schamlippen auf die Klitoris gesetzt. Im Gegensatz zu den klassischen Vibratoren wird dieser nicht in die Vagina eingeführt. Der Auflege-Vibrator widmet sich mit seinem integrierten Vibrationsmotor voll und ganz Deiner erogensten Zone. Denn mit über 8000 Nervenenden ist die Klitoris eine der sensibelsten Stellen am ganzen Körper. Startest Du dieses prickelnde Sexspielzeug, katapultieren Dich die Vibrationen direkt ins Reich der Lust und dann gleich weiter dem Höhepunkt entgegen.   

Der Klitoris-Sauger: Das vielleicht beste Sexspielzeug für Frauen

Ein Vergnügen der besonderen Art verspricht der Klitoris-Sauer oder auch Druckwellen-Vibrator genannt. Dieser Auflege-Vibrator der jüngsten Generation kommt nicht ganz in Kontakt mit der Klitoris. Denn viele Frauen mögen eine nicht ganz so intensive Form der direkten Klitoris-Stimulation. Der Klitoris-Sauger bietet diesen Frauen eine etwas mildere Stimulation an. Statt der Vibrationen sorgt hier der Wechsel aus Über- und Unterdruck an der Klitoris für große Gefühle. Das Gefühl wird von Anwenderinnen als völlig neuartig beschrieben und als ein sehr erregendes Pulsieren wahrgenommen.

Mit dem Klitoris-Sauger oder Druckwellen-Vibrator soll eine Frau häufigere und intensivere Orgasmen erleben. Auch soll sie mit diesem Sexspielzeug schneller an ihr ersehntes Ziel gelangen. Der Druckwellen-Vibrator – das vielversprechendste Spielzeug unter den Sextoys für Frauen?

Der Anal-Vibrator: Sexspielzeug fürs Hintertürchen

Für viele Menschen ist es nicht ganz leicht, sich für Analsex zu öffnen. Denn eigentlich ist der Anus für sexuelle Spielchen nicht  unbedingt vorgesehen. Dennoch kann es großen Spaß bieten, diesen ebenfalls sehr sensiblen Bereich mit einem Sexspielzeug zu stimulieren. Das kannst Du zum Beispiel mit einem Anal-Vibrator versuchen. Diese stabähnlichen oder tannenzapfenförmigen Gebilde mit Elektromotor können eine glatte oder gerillte Struktur haben. Sie sind in vielen verschiedenen Größen, Farben und Formen erhältlich.

Schaltest Du diesen speziellen Vibrator an, sorgen die Schwingungen für intensive erotische Gefühle in Deiner empfindlichen Analregion. Es gibt auch kombinierte Geräte, bei denen Du einen Teil in den Anus, den anderen in die Vagina einführst. Damit erlebst Du ein doppelt heißes Vergnügen beim Masturbieren. Achtung: Vor dem Einführen Gleitmittel auf den Anus und den Vibrator auftragen. Dann flutscht es besser und der Spaß kann beginnen. Wichtig: Nach dem Vergnügen im Hintertürchen bitte gründlich reinigen.

Das Vibro-Ei

Überraschungs-Ei mal anders. Das Vibro-Ei zum Einführen in die Vagina verwöhnt Dich zwar nicht mit Schokolade. Dafür lädt Dich dieses Sexspielzeug zu aufregenden Vibrationen ein, die Deinen G-Punkt vor Entzückung dahinschmelzen lassen. Lass Dich überraschen!

Das Vibro-Ei ist handlich klein und daher prima für die Reise oder für die spontane Lusterfüllung unterwegs geeignet. Danke des Rückholfaden kannst Du dieses stylische Erotik-Accessoire blitzschnell wieder aus Deinem Lustzentrum herausziehen. Das Vibro-Ei soll den gesamten vaginalen Bereich intensiv stimulieren, sodass Du vor Erregung abhebst.

Der handliche Finger-Vibrator

Der Finger-Vibrator zeigt, dass auch kleine Sextoys große Wirkung haben können. Den winzigen Vibrator kannst Du Dir in Sekundenschnelle wie einen Ring über den Finger stülpen und dann Deine Klitoris, die Schamlippen oder Deine Brüste damit verwöhnen.

Andere Modelle setzt Du auf die Fingerkuppe, wieder andere werden zwischen den Fingern eingeklemmt. Zwar erreichen die Finger-Vibratoren nicht das Resultat ihrer größeren Brüder. Daher sind sie eher zur Unterstützung Deiner sonstigen Aktivitäten bei der Selbstbefriedigung gedacht. Du kannst sie gut zur Massage beim Vorspiel einsetzen. Auch kann Dein:e Partner:in Dir mit diesem Sexspielzeug Vergnügen bereiten.

Der Slip-Vibrator

Die weibliche Lust lässt sich auch mit einem Slip-Vibrator hervorragend auf Touren bringen. Dieser kleine Verführer passt sich in seiner Form den Gegebenheiten Deines Slips an. Bei diesem originellen Vibrator gibt es eine Erhebung, die direkt auf der Klitoris aufliegt. Manche Exemplare haben zusätzlich noch einen penisähnlichen Schaft zum Einführen in die Vagina. So wird die Erregung gleich verdoppelt. Denn bei diesen Modellen wird nicht nur die empfindliche Klitoris, sondern auch der G-Punkt in der Scheide stimuliert. Der Clou: Dieses Sexspielzeug kannst Du einfach in Deinem Slip tragen und es arbeitet besonders leise, sodass Du es an vielen Orten ganz unbemerkt genießen kannst.

Der Dildo

Der Dildo ist eine naturalistische Nachbildung des steifen männlichen Gliedes. Eine Frau kann den Dildo zur Steigerung der sexuellen Lust während der Masturbation in die Vagina einführen. Durch rhythmische Auf- und Abbewegungen wird dabei der weibliche G-Spot stimuliert.

Häufig wird dieses Sexspielzeug aus Silikon, Edelstahl oder Glas gefertigt. Es gibt eine große Auswahl an Formen, Größen und Farben. Du kannst wählen, ob Dein Dildo genoppt, geriffelt oder glatt ist, ob er eine Adernstruktur oder Kugelform aufweist. Wenn Du es prall bevorzugst, kannst Du auf große Dildos im XXL-Format zurückgreifen. Es gibt aber auch den Dildo für den Mann. In dem Fall wird die erogene Prostata über den Anus stimuliert.

Manche Dildos haben einen Saugfuß, um den Dildo an einer glatten Oberfläche zu fixieren. So kannst Du freihändig ins Reich der Lust entschweben. Diese Dildos lassen sich prima in der Dusche verwenden. Tolle Toys für ein spritziges Vergnügen im Badezimmer!

Der Doppeldildo

Wenn Du Dich noch intensiver an Deiner Lust berauschen willst, dann ist vielleicht der Doppeldildo das richtige Sextoy für Dich. Dieses Sexspielzeug mit zwei penisähnlichen Strukturen führst Du in Vagina und Anus ein. Natürlich darf das auch Dein:e Partner:in für Dich übernehmen. Die Stimulation gleich zweier erogener Zonen der Frau verspricht doppelten Spaß für Dich – intensiver Orgasmus inklusive.

Dieses Sexspielzeug ist flexibel biegbar, sodass Du es ganz nach Deinen Gegebenheiten einrichten kannst. Diese speziellen Super-Dildos gibt es in diversen Längen, Breiten und Farben. Beim Material stehen beispielsweise zur Wahl: Silikon, Aluminium, Naturlatex und Edelstahl. Verwende bei diesem Toy ein Gleitmittel. Gerade für den analen Dildo ist das wichtig, damit das Einführen erleichtert wird.

Der Anal-Plug

Ein Analplug kann Dich direkt im Allerwertesten verwöhnen, vor allem wenn das Sexspielzeug noch über mehrere Vibrationsstufen verfügt. Aber auch Modelle ohne Vibrationsfunktion sollen Dir große Lust schenken können. Den tropfenförmigen Plug führst Du mit dem schmaleren Ende voran in den Anus ein. Damit der Plug an Ort und Stelle bleibt, wird er mit einer Art Stöpsel fixiert.

Den Plug kannst Du im Liebesspiel mit Deinem:r Partner:in einsetzen, aber auch wenn Du Dich beispielsweise mit einem Dildo oder Vibrator allein vergnügst. Doch der Butt-Plug wird nicht nur zur Luststeigerung eingesetzt. Du kannst ihn auch verwenden, um das Gewebe vor dem Analverkehr sanft aufzudehnen.

Was muss ich bei der Anwendung der Sextoys für Frauen beachten?

Da viele der angebotenen Sextoys für Frauen aus Silikon bestehen, solltest Du mit ihnen zusammen immer ein wasserbasiertes Gleitmittel verwenden. Denn silikonhaltige Gele können das Material angreifen. Für Sextoys aus Glas, PVC oder Keramik ist hingegen auch ein silikonbasiertes Gleitgel denkbar. Die wasserbasierten Gele werden aber in der Regel am besten vertragen.

Wie reinige ich Sextoys für Frauen richtig?

Natürlich spielt Hygiene auch in Sachen Sextoys für Frauen eine große Rolle. Denn Du willst zwar Spaß mit Deinem Spielzeug, aber keine Infektion. Vermeiden lassen sich diese durch eine gründliche Reinigung der Sextoys nach dem Einsatz. Da viele Vibratoren und Dildos wasserfest sind, kannst Du Dein Spielzeug mit Seife und lauwarmem Wasser abwaschen. Wichtig: Schaue zuvor nach, ob Dein Spielzeug – vor allem wenn Du einen Vibrator benutzt – auch wirklich wasserfest ist. Andernfalls ist Wasser natürlich kontraproduktiv.

Toys aus Silikon, Glas oder Edelstahl ohne Vibrationsfunktion kannst Du problemlos mit Wasser reinigen. Alternativ kannst Du spezielle Desinfektionssprays verwenden, die eigens für diesen Zweck entwickelt wurden. So wird das Ganze eine saubere Sache und Keime haben keine Chance.

Sexuelle Unlust: Mann ohne Libido – Was hilft?

Zusammenfassung

Männer können doch immer und überall. Soweit das gängige Klischee. Doch in Wahrheit steht auch der Mann nicht immer seinen Mann. Er redet nur selten darüber, wenn ihm die Lust zur Last wird. Welche Gründe es für den Libidoverlust beim Mann gibt und was man (oder Frau) gegen die Flaute im Bett tun kann, erfährst Du hier.

Wie viele Männer haben Probleme mit der sexuellen Lust?

Sicherlich ist es schwierig, hier verlässliche Aussagen zu treffen. Viele Studien zu dem Thema sind möglicherweise Mogelpackungen. Denn man kann nicht ausschließen, dass Männer mit wenig oder keinem Sex in einer solchen Befragung unehrlich antworten. Doch mal angenommen, die Männer lassen hier den intimen Blick in ihr Liebesleben zu. Dann sollen es etwa 15 Prozent der Männer sein, für die sexuelle Unlust in der Beziehung ein Thema ist. Der Mangel an sexueller Lust steht sogar an zweiter Stelle der möglichen Probleme rund um die Sexualität. Übrigens sind nicht nur ältere Männer von sexueller Lustlosigkeit betroffen, sondern durchaus auch schon die jüngeren.  

Ursachen für den Libidoverlust

Doch wie kommt es zu der Depression im Schlafzimmer? Die Ursachen für den Lustverlust sind vielfältig – und nicht immer einfach aufzuspüren. Daher haben wir hier mögliche Gründe für Dich zusammengestellt. Infrage kommen demnach:

  • chronischer Stress
  • ungesunder Lebensstil
  • Partnerschaftsprobleme
  • Selbstzweifel (Versagensängste, negatives Selbstbild)
  • überhöhte sexuelle Erwartungen an den:die Partner:in oder an sich selbst
  • Midlife-Crisis
  • nicht gelebte sexuelle Vorlieben
  • psychische Probleme wie eine Depression
  • eine körperliche Erkrankung oder Störung
  • Medikamente
  • das Älterwerden (ab 40 kann es zum Testosteronmangel kommen)
  • vorzeitiger Samenerguss

Stress: Killer Nr. 1 der natürlichen Lust

In den meisten Fällen ist der Grund für den Libidoverlust seelischer Natur. Anhaltender Stress ist oft die Ursache Nr. 1 für ein nachlassendes sexuelles Verlangen beim Mann. Vielleicht ist der Mann beruflich stark eingespannt und hat zusätzlich noch Stress in der Familie durch einen Alltag mit Kindern oder der Pflege eines Elternteils. Auch finanzielle Probleme und andere außerordentliche Belastungen schlagen sich auf die Libido nieder.

Probleme in der Beziehung als Grund für den Libidoverlust

Ebenfalls eine häufige Ursache für eine schwächelnde Libido: Probleme in der Partnerschaft. Wenn ein Partner den anderen respektlos behandelt und viel gestritten wird, wird die Leidenschaft zwischen beiden recht schnell erlöschen. Denn emotionale Kränkungen gehen auch an einem Mann nicht spurlos vorüber – auch wenn das manche Frauen glauben. Doch bei ständigen Disharmonien zieht er sich irgendwann aus der Beziehung zurück – nicht nur emotional, sondern auch sexuell. So führen Wut, Ärger und Enttäuschung beim Mann irgendwann zum Libidoverlust.

Auch Kommunikationsprobleme in der Partnerschaft können dazu führen, dass die Lust flöten geht. Vielleicht tauscht Ihr Euch nicht über Eure Wünsche aus? Womöglich kommt daher die Lustlosigkeit. Denn wenn Du nicht weißt, was Deinen Mann sexuell erregt, kannst Du ihn in dieser Hinsicht auch kaum zufriedenstellen.

Selbstzweifel als Grund für eine geringe Libido

Auch ein Mann kann – wie die Frau auch – mit Selbstzweifeln kämpfen. Diese können negative Folgen für seine Sexualität haben. Womöglich findet sich der Mann nicht attraktiv genug für seine:n Partner:in. Andere Männer haben Versagensängste, etwa weil sie fürchten, im Bett nicht gut zu performen oder weil sie Angst haben, dass Ihr bestes Stück sie im entscheidenden Moment im Stich lässt. Wer würde bei solchen Ängsten nicht sein sexuelles Verlangen verlieren? 

Körperliche Ursachen für den Libidoverlust

Sexuelle Unlust oder eine schwache Libido können auch körperliche Gründe haben. So kann beispielsweise eine Krankheit oder körperliche Störung bei Deinem Partner für den Libidoverlust verantwortlich sein. Folgende Krankheiten oder Störungen kommen als Ursache für sexuelle Unlust in Betracht:

  • Niereninsuffizienz
  • Herzinsuffizienz
  • Schlaganfall
  • neurologische Erkrankungen wie z.B. Multiple Sklerose
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Schilddrüsenerkrankungen (z. B. Unterfunktion der Schilddrüse)
  • Störungen der Hirnanhangdrüse
  • sexuelle Funktionsstörungen (Errektionsstörungen)
  • Testosteronmangel
  • Eisenmangel
  • Leberzirrhose (Schrumpfleber)
  • Einnahme von Medikamenten (Entwässerungsmittel, Mittel gegen hohe Blutfettwerte, ACE-Hemmer, AT1-Antagonisten, Betablocker, bestimmte Antidepressiva, Haarwuchsmittel)

Sexuelle Unlust beim Mann: Folgen für die Partnerschaft

Manche Paare können mit der Lustlosigkeit und dem Verzicht auf Sex gut leben. Doch den meisten Menschen ist eine intakte Sexualität wichtig. Denn wenn im Bett Flaute herrscht, fehlt Frau oder Mann meist die körperliche Nähe des Partners. Die meisten möchten sich begehrt fühlen und die Liebe ihres Mannes auch körperlich zu spüren bekommen. So kann aus dem Lustverlust schnell Beziehungsfrust entstehen, wenn der Mann den:die Partner:in bei Annäherungsversuchen stets zurückweist. Dadurch kann eine Partnerschaft den Boden unter den Füßen verlieren und im schlimmsten Fall zerbrechen. Phasenweise kann die Libido in einer längeren Beziehung mal herabgesetzt sein. Doch sollte dieser Zustand möglichst nicht zu lange andauern. Unser Tipp daher: Werde aktiv, wenn Euer letztes Stelldichein schon zu lange her ist und Du damit unglücklich bist.   

Libidoverlust beim Mann: Was hilft?  

Die amerikanische Paartherapeutin und Autorin Michele Weiner-Davis macht betroffenen Paaren Mut. Sie sagt, jede Partnerschaft, in der sexuelle Unlust ein Thema ist, kann wieder zu einer sexuellen Blüte zurückfinden. Es gilt, die Ursachen dafür herauszufinden und diese zu beheben.

Tipp 1 gegen sexuelle Unlust beim Mann: Toleranz von Durststrecken

Unser erster Tipp mag seltsam klingen, aber: Habe Verständnis für Deinen Mann und seine verminderte Libido. Auch wenn nicht jeder es an die große Glocke hängt. Dürreperioden im Bett kommen häufiger in Beziehungen vor, als Du denkst. So what? Lass Deinem Partner etwas Zeit, eine stressige Phase hinter sich zu bringen. Kehrt wieder mehr Ruhe in Eurem Leben ein, dann geht es auf Eurer Liebeswiese bestimmt wieder etwas bunter zu. Vielleicht seid Ihr in eine neue Lebensphase, etwa mit Kindern, eingetreten und müsst Euer Sexualleben erstmal an die neuen Gegebenheiten anpassen. In dem Fall sind Gelassenheit und Geduld das Gebot der Stunde.    

Tipp 2 für eine bessere Libido: Klärt Konflikte in der Beziehung      

Offenheit in einer Beziehung ist sehr wichtig. Redet über Eure sexuellen Wünsche, sodass sich die Lust wieder Bahn brechen kann. Warum nicht mal Ungewöhnliches im Bett ausprobieren? Fesselspiele, Sextoys oder Rollenspiele können seiner Lust – und natürlich auch Deiner – neuen Auftrieb verleihen.

Sprich offen an, dass Du mit der Sexflaute unglücklich bist – aber bitte ohne Schuldzuweisungen in Richtung Deines Partners. Schaut gemeinsam, wie Ihr das Problem hinter der fehlenden Lust wieder in den Griff bekommen könnt. Auch wichtig: Klärt Konflikte am besten immer gleich. Wenn Du merkst, dass sich Wut oder Enttäuschung Deinem Mann gegenüber breit gemacht, hat, weil er Dich gekränkt hat, redet darüber. Denn nur so können sich negative Emotionen, die zwischen Euch stehen, auflösen und wirken sich nicht mehr negativ auf die Lust aus. Vielleicht hat auch Dein Mann Dir einiges zu sagen, was ihn an Dir stört. Gehen die Beziehungsprobleme tiefer, kann Euch ein:e Paar- und Sexualtherapeut:in weiterhelfen.

Tipp 3 für mehr sexuelle Lust: Ärztliche Untersuchung und Behandlung

Um hinter die Ursachen für eine geringe Libido zu kommen, kann auch eine ärztliche Untersuchung helfen. Denn nur wenn eine körperliche Beeinträchtigung wie eine Hormonstörung oder Durchblutungsstörung erkannt wird, kann sie auch behandelt werden. Denn mit der Behandlung der Krankheit nimmt häufig auch die sexuelle Lust wieder an Fahrt auf. Achtung: Oftmals sind es aber auch die Medikamente gegen eine Erkrankung, die zum Libidoverlust beim Mann führen. Hier sollte der Mann also genau nachfragen, welche Medikamente sich auf die sexuelle Lust auswirken. Womöglich kann ein alternatives Medikament die sexuelle Lust wieder auf ein normales Level anheben.   

Tipp 4 bei Sexfrust: Seid gut zueinander

Dem Partner dauernd seine Schwächen vor Augen führen? Keine gute Idee, wenn Du wieder Sex mit ihm haben möchtest. Dauermeckern ist ein echter Sexkiller und verwandelt den:die schönste:n Partner:in in einen Besen. Stattdessen solltest Du das Selbstbewusstsein Deines Mannes häufiger mal streicheln. Lobe ihn, behandle ihn mit Respekt. Sage ihm bei passender Gelegenheit, dass Du ihn dafür bewunderst, wie toll er sich um die Familie kümmert oder wie lecker er für Dich gekocht hat. Komplimente wirken Wunder. Denn so bekommt er die Rückmeldung von Dir, dass Du ihn noch anziehend findest. Ein toller Ego-Booster! Wenn Ihr ein gutes Miteinander und einen wertschätzenden Kommunikationsstil pflegt, kommt beim Mann auch die Lust auf Sex zurück – zumindest wenn ein Konflikt zwischen Euch die Ursache für den Libidoverlust war. 

Tipp 5 gegen männliche Unlust: Feste Zeiten für Zweisamkeit einplanen

Keine Angst – Du sollst nicht auf Knopfdruck Sex haben. Denn wo die Lust fehlt, kommt man mit Druck nicht weiter. Was aber möglich ist, ist einen festen Termin in der Woche auszumachen, an dem Ihr Euch Zeit füreinander nehmt: Kuscheln plus, wenn Du so willst. Hier geht es darum, dass Ihr dem anderen zeigt, dass Ihr es Euch wert seid, Euch Zeit füreinander zu nehmen. An diesem Termin könnt Ihr miteinander kochen, kuscheln, einen besonderen Film anschauen, den anderen mit einer Massage verwöhnen oder anderes tun, was Euch guttut.

Dabei soll diese Begegnung aber nicht von vornherein als Sexdate angelegt sein. Wenn es dabei zu Sex kommt, ist es natürlich schön. Aber im Grunde geht es darum, Euch einander wieder näherzubringen. Es soll den Raum für Momente intensiver Zweisamkeit eröffnen. Macht Euch keine Gedanken darum, wie oft Ihr in der Woche Sex haben solltet. Schaut einfach, dass Ihr hier zu einer Häufigkeit kommt, mit der Ihr beide gut leben könnt.

Tipp 6 gegen eine schwächelnde Libido: Gesunde Lebensweise kann Wunder wirken

Gegen Unlust kann auch eine gesunde Lebensführung helfen. Mehr schlafen, vollwertiger essen, mehr bewegen. Durch diese Veränderungen im Lebensstil allein kann sich die Lustlosigkeit schon in Luft auflösen. Viel frisches Obst und Gemüse, daneben Vollkornprodukte und Nüsse können wahrhaft aphrodisierend wirken. Letztere etwa enthalten die libidofördernden Omega-3-Fettsäuren, die einem niedrigen Testosteronspiegel auf die Sprünge helfen.

Von A wie Avocado bis Z wie Zimt – viele Lebensmittel sind natürliche Lustverstärker. Zum Beispiel können neben dunkler Schokolade und Aprikosen auch Chili, Wassermelone, Austern, Ginkgo, Granatapfel, Erdbeeren, aber auch Eier und Fisch der männlichen Unlust ein Schnippchen schlagen. Schadet also nicht, wenn Du Deinem libidoschwachen Mann etwas natürliche Medizin verabreichst. Viel Spaß beim Vernaschen!

Sextrend Karezza: Die sanfte Art zu lieben

Zusammenfassung

Sex ohne Orgasmus! Soll das ein Witz sein? Der Höhepunkt ist doch das beste am Sex, oder? Das dürften zumindest die Fans von Karezza anders sehen. Denn bei dieser Sexpraktik geht es um das Zelebrieren des Vorspiels. Der Höhepunkt steht hier nicht auf dem Programm – zumindest nicht als „Must-Have“. Was es mit diesem eigensinnigen Sextrend auf sich hat und ob es sich lohnt, die Orgasmus-Abstinenz in Kauf zu nehmen, wollten wir genauer wissen.

Was bedeutet Karezza?

Karezza stammt aus dem Italienischen. Hier steht „carezza“ für „Liebkosung“. Und das deutet schon an, worum es bei dieser Sexpraktik geht.

Was ist das Ziel von Karezza?

Der Orgasmus schon mal nicht. So viel ist klar. Was aber dann? Man könnte sagen, dass bei Karezza der Weg das Ziel ist. Denn es geht um das intensive Erleben von Nähe und Verbundenheit. Um das ganz bewusste Schenken und Empfangen von Liebe. Ziel ist der zärtliche Austausch von körperlichen Berührungen, mit denen sich Männer und Frauen ihre Liebe zeigen. Jede:r der Partner:innen ist in dieser Liebeskunst darauf bedacht, dass es dem:r anderen gut geht.

Ziel ist es weiterhin, die sexuelle Energie von Mann und Frau zum Fließen zu bringen und deutlich wahrzunehmen, wie sie die Partner:innen während des Liebesspiels miteinander verbindet. Die Partner:innen haben im Idealfall das Gefühl, durch Berührung energetisch zu einer Einheit zu verschmelzen. Sie fühlen sich als Eins. Dabei hilft die entspannte körperliche Liebe ohne Orgasmus-Druck. Fest steht: Die Karezza-Praxis ist eine gänzlich andere Art der Sexualität, als die, die uns geläufig ist.

Anleitung für Karezza

Für eine Karezza-Session solltet Ihr Euch bewusst viel Zeit nehmen. Zwei Stunden sind hier ein guter Richtwert. Sorgt für eine gemütliche Atmosphäre, in der Ihr Euch gut entspannen könnt. Dann zieht Ihr Euch aus und legt Euch nebeneinander. Schaut Euch tief in die Augen. Mache Dir bewusst, was Du an Deinem:r Partner:in liebst und versuche, diese starke Zuneigung zu spüren. Vielleicht sagst Du Deinem:r Partner:in in dem Moment auch, dass Du ihn:sie begehrst und liebst.

Dann kannst Du damit beginnen, ihn:sie sanft zu streicheln und ihn:sie auf den Mund und an anderen Stellen seines:ihres Körpers zu küssen. Wichtig ist bei Karezza aber, dass Ihr Eure Lust langsam steigert. Die Leidenschaft möchte bei dieser Technik langsamer geweckt werden. Eure Erregung wird dann weiter zunehmen. Früher oder später spürt Ihr den Wunsch nach Vereinigung.

Geschlechtsverkehr ist bei Karezza zwar erlaubt, der Orgasmus ist aber nicht das erklärte Ziel des Liebesspiels. Dein:e Partner:in sollte ganz langsam und sanft in Dich eindringen. Wenn Eure Erregung angestiegen ist, bricht Dein:e Partner:in die Penetration ab. Dann gebt Ihr Euch weiteren Streichel- und Kuscheleinheiten hin. Nach einiger Zeit könnt Ihr Euch wieder vereinigen und erneut vor dem Orgasmus abbrechen, um weitere Liebkosungen auszutauschen. So wird das Liebesspiel in die Länge gezogen und die Lust ins Unermessliche gesteigert. Bei Karezza verläuft die Erregungskurve also nicht linear, sondern wellenförmig. Die Erregung nimmt mal zu, ebbt dann wieder ab, ehe sie erneut an Intensität zunimmt.

Welche Sexstellungen eignen sich für Karezza?

Für die Kunst Karezza eignen sich Stellungen, bei denen die Partner:innen einander zugewandt sind. Denn so kann ein intensiver Blickkontakt und die notwendige Intimität hergestellt werden. Tipp: Der Mann verwöhnt die Frau in der Missionarsstellung. Denn diese ist gut geeignet, um sich auch seelisch nahe zu sein. Alternativ sitzt der Mann an der Bettkante und empfängt seine Frau auf seinem Schoß. In dieser intimen Pose können sich Mann und Frau ebenfalls sehr nahe sein, indem sie sich innig umarmen. Ihr könnt aber auch viele andere Stellungen wählen. Am besten testet Ihr einfach aus, was dem Wirken magnetischer Kräfte entgegenkommt. Wichtig: Allzu kompliziert sollten die Stellungen nicht sein, denn dann wird es schwierig mit der Entspannung.

Für wen ist Karezza besonders geeignet?

Grundsätzlich kann jedes Pärchen Karezza ausprobieren. Die Liebe ausgiebig zu feiern, ist schließlich immer gut. Doch besonders eignet sich die Technik für Paare, die schon lange in ihrer Beziehung sind und an deren Sexleben der Zahn der Zeit genagt hat. Um das Sexleben wieder aufzupeppen, ist Karezza ideal. Es kann faszinierend sein, wenn Du Deinem:r Partner:in nach vielen Jahren wieder tief und lange in die Augen schaust. Steckt Ihr gerade in einer Beziehungskrise, ist die große Nähe eher nicht empfehlenswert. Auch wenn Ihr auf einen Quickie aus seid, ist Karezza nicht die richtige Methode.

Die Vorteile von Karezza

Karezza nimmt jeglichen Performance-Druck aus der Sexualität. Es muss nicht zum Orgasmus kommen, sodass keine Versagensängste entstehen. Beide Partner:innen können sich komplett fallenlassen, die angenehmen Berührungen sowie die tiefe Verbindung zum:r Partner:in genießen.

Wie ist die Liebeskunst Karezza entstanden?

Der US-amerikanische Sozialist John Humphrey Noyes suchte als Anhänger der freien Liebe im 19. Jahrhundert nach Wegen, Sex von seiner Funktion, Nachwuchs zu zeugen, zu entkoppeln. Ihm ging es darum, den Orgasmus beim Geschlechtsverkehr zu unterdrücken, sodass eine Schwangerschaft ausbleibt und das Paar sich nur am Sex erfreuen kann. Auch war es ihm wichtig, die strömende sexuelle Energie länger aufrechtzuerhalten und sie nicht durch den Höhepunkt zum Stillstand zu bringen.

Noyes gilt als „Erfinder“ dieser Technik, jedoch nicht als Namensgeber. Das ist die Ärztin Alice Bunker Stockham, die der Praktik zehn Jahre nach dem Tod von Noyes ihren heutigen Namen gab. Sie verfasste auch ein Buch zu dem Thema. Auch der US-amerikanische Anarchist J. William Lloyd, ebenfalls ein Anhänger von Karezza, veröffentlichte ein Buch zum Thema mit dem Titel: „Karezza-Praxis. Liebe als Austausch magnetischer Kräfte. Die Kunst ehelicher Liebe. Der Liebende als Künstler der Berührung.“

Sexträume und was sie bedeuten

Zusammenfassung

Du hast von Sex mit Deinem:r Chef:in geträumt? Und denkst jetzt, Du bist ganz von Sinnen? Keine Angst. Du bist nicht verrückt. In unseren Träumen ist einfach nur alles möglich – auch das Unmögliche. Viele Menschen haben ab und an seltsame Sexträume. Wir verraten Dir, welche Traumbilder hier besonders häufig vorkommen und was Dein Unterbewusstsein Dir damit womöglich sagen möchte.

Muss man einen Sextraum „wörtlich“ nehmen?

Sexträume können verborgene sexuelle Wünsche ausdrücken. Müssen es aber nicht. Ganz oft handelt es sich bei den Bildern um Metaphern, die uns auf nicht-sexuelle Bedürfnisse aufmerksam machen wollen. Andere wiederum sind Ausdruck innerer Konflikte und unterdrückter negativer Emotionen. Was die Bilder uns tatsächlich sagen wollen und ob sie überhaupt eine Botschaft für uns im Schlepptau haben, kann mit abschließender Sicherheit niemand genau sagen – nicht einmal Diplom-Psycholog:innen. Vielleicht sind Träume ja einfach nur zufällige Projektionen unseres Geistes im Schlaf. Dennoch wagen wir einen Blick in Richtung psychologische Traumdeutung, denn spannend sind die Deutungen in jedem Fall.

Wie häufig träumen wir von Sex?

Etwa acht Prozent aller Träume sollen laut Forschung Sex zum Gegenstand haben. Jede Nacht träumen wir insgesamt etwa zweieinhalb Stunden lang. An die meisten Träume erinnern wir uns allerdings nicht mehr, sobald wir aufwachen. Das gilt auch für die vielen schönen Sexträume. Welch ein Jammer! Was aber sind die häufigsten Sexträume? Hier kommen die Top 12 der häufigsten Sextraum-Themen.

Sextraum Nr. 1: Sex mit dem:r Chef:in

Besonders haarsträubend ist der Traum, in dem Du Dich mit Deinem:r Chef:in wollüstig durch die Laken wühlst. Schock! Aber tranquilo: Ein Sextraum mit dem:r Chef:in kann einfach nur bedeuten, dass Dich der Gedanke an etwas Verbotenes reizt. Denn Sex mit dem:r Chef:in ist ein Tabu. Dass Du dieses im Traum brichst, kann heißen, dass Du mit etwas Verbotenem liebäugelst oder es Dir unbewusst wünschst. Sex mit Deinem Boss kann Dir aber auch signalisieren, dass Du dieses Hierarchiegefüge im realen Leben gern umkehren würdest. Womöglich wünschst Du Dir eine tragendere Rolle im Job.

Sextraum Nr. 2: Sex mit einem:r guten Freund:in

Du hast Dich dabei ertappt, wie Du im Traum mit Deinem besten Kumpel oder Deiner engsten Freundin im Bett gelandet bist? Auch das muss nicht bedeuten, dass Du wirklich mit dieser Person schlafen möchtest. Vielmehr fehlen Dir aktuell vielleicht bestimmte Attribute, die Du mit dieser Person verbindest. Vielleicht sehnst Du Dich unbewusst nach etwas mehr Abenteuer, Stabilität, Freude oder Humor.

Fremdgehen im Traum heißt nicht, dass Du mit Deiner realen Beziehung unglücklich bist. Vielleicht fehlen Dir in der Beziehung nur einige Aspekte, die nur Dein Kumpel oder Deine Freundin Dir geben kann. Eine einzelne Person kann niemals die ganze Palette an Attributen erfüllen, die Du brauchst. Deshalb hat man meist einen Freundeskreis. Also Fazit: Nur, weil Du einen Sextraum mit jemand anderen hattest, heißt das nicht, dass Du Dich in der Realität auch nach jemand anderen sehnst.

Sextraum Nr. 3: Sex mit einer prominenten Persönlichkeit

Du hattest schon mal eine heiße Nacht mit Brad Pitt – auch wenn es nur im Traum war? Das kann schon mal passieren. Schließlich sieht dieser Mann in den Augen der meisten einfach großartig aus. Doch laut professioneller Traumdeutung träumen Menschen nicht von berühmten Personen, weil sie tatsächlich Sex mit ihnen haben wollen, sondern aus dem einfachen Grund, weil sie etwa kurz vor dem Schlafengehen noch einen Film mit diesem Star gesehen haben. Vielleicht hegst Du aber auch den verborgenen Wunsch, im wahren Leben etwas mehr im Rampenlicht zu stehen – wie ein Star eben.

Sextraum Nr. 4: Sex mit einem Mensch, den:die Du nicht magst

Auch bei einem Traum mit einem Mensch, den:die Du gar nicht magst, hast Du wohl nicht den Wunsch, in der Realität mit ihm:ihr zu schlafen. Schließlich hast Du ja negative Gefühle ihm:ihr gegenüber. Dennoch ist es im Traum zu sexuellen Handlungen zwischen Euch gekommen. Wieso fragst Du Dich? Tatsächlich ist es laut Traumdeutung offenbar so, dass Du den unterdrückten Konflikt mit dieser Person auf sexueller Ebene austrägst – mit den damit verbundenen Emotionen.

Sextraum Nr. 5: Gleichgeschlechtlicher Sex

Wenn Du von Sex mit einer gleichgeschlechtlichen Person träumst, heißt das nicht automatisch, dass Du plötzlich homosexuell bist. Erotische Träume mit einer anderen Frau, zum Beispiel der besten Freundin, können für verborgene sexuelle Wünsche stehen, müssen es aber nicht. Vielleicht hast Du einfach andere geheime Sehnsüchte, die versuchen, in Dein Bewusstsein vorzudringen. Wenn Du im Traum zum Beispiel mit Deiner besten Freundin schläfst, sieht die Traumdeutung dahinter eher das Bedürfnis nach mehr Nähe, Zärtlichkeit und Zuwendung.

Sextraum Nr. 6: Sex mit dem Ex-Partner

Sehr verwirrend: Aus unerfindlichen Gründen hast Du einen Sextraum mit Deinem:r Ex. Bereust Du etwa den Schritt der Trennung von diesem Mensch? Ist es möglich, dass Du doch noch Gefühle für ihn:sie hast? Die Gefühle für den:die einstige:n Partner:in verschwinden ja nicht unbedingt mit dem Zeitpunkt, zu dem Ihr die Beziehung beendet habt. Vielleicht sehnst Du Dich aber auch nur nach dem Gefühl des Vertrautseins, das Euch miteinander verband. Kommt dieser Sextraum jedoch häufiger vor, hast Du mit Deinem:r Ex womöglich noch etwas zu klären, ehe Du die Sache für Dich abschließen kannst. Dann gehe den Schritt einer Aussprache. Vielleicht hast Du aber auch einfach nur Angst, dass Deine jetzige Beziehung ebenso scheitern könnte wie die mit Deinem:r Ex-Partner:in.

Sextraum Nr. 7: Sex mit dem:r aktuellen Partner:in

Träumen Frauen von ihrem:r aktuellen Partner:in, kann es sein, dass diese:r gerade weit von ihnen entfernt ist. Bei Menschen mit einer Fernbeziehung kommt dieser Traum häufiger vor. Du sehnst Dich im Traum nach Deinem:r Partner:in und möchtest ihm:ihr nahe sein. Manchmal kommt dieser Sextraum aber auch vermehrt zu Beginn einer Beziehung vor. Dann träumst Du quasi von Deiner sexuellen Zukunft.

Sextraum Nr. 8: Sex in der Öffentlichkeit

Hast Du im Traum Sex vor einem Publikum, bist Du vielleicht in Sorge, bloßgestellt zu werden. Hast Du ein Geheimnis, von dem niemand erfahren soll? Vielleicht fürchtest Du Dich davor, verletzt zu werden. Möglich ist aber auch die Deutung, dass Du Dich nach mehr Aufmerksamkeit seitens Deines:r Partner:in sehnst.

Sextraum Nr. 9: Sexuelle Gewalt

Ein furchtbares Szenario: Du wirst im Traum vergewaltigt. Was bedeutet es, wenn Du etwas so Schreckliches träumst? Zum einen ist es möglich, dass Du tatsächlich Angst vor einer sexueller Gewalterfahrung hast. Zum anderen brechen sich hier möglicherweise auch unterdrückte sexuelle Wünsche Bahn. Vielleicht ist Dein innigster Wunsch derzeit der nach körperlicher Intimität.  

Sextraum Nr. 10: Sexueller Betrug

Dein:e Partner:in hat Dich im Traum mit einer anderen Person betrogen? Wie furchtbar! Dahinter kann tatsächlich die Angst vor einer heimlichen Affäre Deines:er Partner:in stecken. Denkbar ist auch, dass Dein Selbstwertgefühl gerade schwächelt und Du glaubst, nicht gut genug für Deine:n Partner:in oder andere Personen aus Deinem Umfeld zu sein. Möglich ist außerdem die Deutung, dass Du Dich gerade mit etwas selbst betrügst. Vielleicht stehst Du im Moment nicht zu Deinen wahren Ansichten und verhältst Dich anders, als es Deiner wahren Natur entspricht.   

Sextraum Nr. 11: Sex mit einem:r Unbekannten

Du hast ein sinnliches Rendezvous mit einem:r Unbekannten erlebt? Hier kann es darum gehen, dass Du Dich nach Abwechslung und einem Abenteuer in Deinem Leben sehnst. Mit wem Du dieses sexuelle Erlebnis im Traum hattest, spielt dabei keine Rolle. Das was zählt, ist der Reiz des Neuen und Unbekannten. Möglich ist aber auch die Deutung, dass sich eine neue oder lange verborgene Seite Deiner Persönlichkeit endlich öffentlich zeigen möchte.   

Sextraum Nr. 12: Vom Orgasmus träumen

Du hast im Schlaf von einem Orgasmus geträumt? Du Glückspilz. Die Traumdeutung sieht das Ganze aber leider weniger positiv. Sie geht davon aus, dass Dein Leben derzeit vielleicht etwas fade ist. Du wünschst Dir womöglich mehr Höhepunkte im Leben. Dies kann sich direkt auf Dein Sexualleben beziehen oder aber auf Dein alltägliches, also nicht-sexuelles Leben. Viele Frauen – etwa ein Drittel – haben im Traum schon mal einen echten Orgasmus erlebt. Du hast dieses Glück bisher noch nicht gehabt? Dann bist Du vielleicht noch nicht zwischen 40 und 50? Denn vor allem in diesen Jahren kommt es laut Untersuchungen verstärkt zu Orgasmus-Träumen.   

Tipps für den Glücks-Traum der Superlative: Laut Forschung erhöhst Du die Chance auf einen Orgasmus-Traum, wenn Du auf dem Bauch schläfst, vor dem Einschlafen an Sex denkst, Du Dich sehr müde fühlst und schon länger nicht mehr gekommen bist. Good luck!

Sextoys für Paare: Abwechslung gefällig?

Zusammenfassung

Klar, Dein Sexleben rockt vielleicht auch so? Allerdings können Sextoys Dein ohnehin schon heißes Liebesspiel noch weiter aufpeppen. Auch wenn das Thema vielleicht manchen die Schamesröte ins Gesicht treibt: Das ein oder andere Sextoy für Paare auszuprobieren, schadet ganz sicher nicht. Im besten Fall erlebst Du damit den größten Spaß im Bett, den Du je hattest. Sextoys eignen sich für alle, die ihren sexuellen Horizont erweitern möchten. Und für Frauen, die durch reinen Geschlechtsverkehr nicht zum Orgasmus kommen können, ist ein Sextoy fast schon ein Must-Have. Wir stellen Dir die besten Spielzeuge für maximalen Spaß vor.

Paar-Vibratoren: Für gemeinsame Höhenflüge

Der c-förmige Paar-Vibrator ist ein Sextoy für Paare, das Sie und Ihn gleichzeitig vor Lust erzittern lässt. Denn mit seiner gebogenen Form sorgt der Vibrator für effektvolle Stimulation von G-Punkt und Klitoris. Und auch der Mann hat seinen Spaß: Er kann die Vibrationen des kleinen Toys an seinem besten Stück spüren und mit Ihr zusammen in den Himmel der Lust aufsteigen. Der Paar-Vibrator kann während des Vorspiels von der Frau getragen werden. Oder der Lustspender wird mit dem Penis zusammen eingeführt und während des Aktes eingesetzt. Für doppelten Spaß und eine noch schönere Beziehung.

Auch andere Modelle wie der Rabbit-Vibrator oder der Multifunktions-Vibrator kann Deinem Liebesspiel neue Würze verleihen. Denn mit diesen Sextoys kann der:die Partner:in seine Liebste in experimentierfreudiger Stimmung mal etwas anders verwöhnen. Der Rabbit-Vibrator etwa sorgt mit seinen „Hasenohren“ an der Klitoris für sexuelle Hochgenüsse. Der Kunstpenis wiederum hält den vaginalen Bereich auf Trab. Der:die Partner:in darf bei diesem Sextoy für Paare zuschauen, wie die Liebste vor Lust fast wahnsinnig wird. Das wird der Lust neuen Schwung verleihen.

Der Multifunktions-Vibrator verwöhnt ebenfalls diese beiden wichtigsten Lustzentren der Frau. Er kann darüber hinaus auch die empfindlichen Brustwarzen stimulieren. Du hast die Qual der Wahl, denn es gibt eine schier unendliche Vielfalt an Vibratoren für Paare. Neben verschiedenen Farben werden sie in diversen Formen und Materialien gefertigt. Auch ein Masturbator, der eigentlich der Selbstbefriedigung des Mannes dient, kann beim Liebesspiel zu zweit eingesetzt werden. Denn warum soll der:die Partner den Mann nicht mal mit einem spezialisierten Hilfsmittel verwöhnen?

Der Klitoris-Sauger: Die Lust der Frau ins Unermessliche steigern

Damit machst Du Sie verrückt: mit einem Klitoris-Sauger. Dieser Lustspender wird nicht wie die herkömmlichen Auflege-Vibratoren direkt auf die Klitoris aufgelegt. Denn dadurch kann eine Überstimulation entstehen, die manche Frauen als zu intensiv empfinden. Der Klitoris-Sauger schwebt stattdessen knapp über dem Lustzentrum Nummer 1 der Frau. Durch Ansaugen von Luft wird hier ein lustförderndes Vakuum erzeugt. Die Klitoris wird somit in genau dem richtigen Maße stimuliert. Wenn der:die Partner:in einer Frau beim leidenschaftlichen Sex große Lust schenken will, sollte dieses Sextoy ausprobiert werden. Gut geeignet für alle Frauen, die für einen Orgasmus zusätzlich eine Klitoris-Stimulation brauchen oder die an der Klitoris für einen regulären Vibrator womöglich zu empfindlich sind.

Vibro-Ei: Erregung per Knopfdruck

Du magst das Gefühl, Deinem:r Partner:in beim Sex ausgeliefert zu sein? Dann probiere das Vibro-Ei aus. Dieses Ei führst Du vaginal ein. Dann setzt es sich auf Knopfdruck Deines:r Partner:in in Bewegung und die vielen Vibrationsstufen verschaffen Dir lustvolle Momente – wo immer Du und er:sie auch sind. Per Fernbedienung hat Dein:e Freund:in Dich voll in der Hand und bestimmt darüber, wann Deine Lust weiter zunimmt. Vielleicht, während Du Dich beim Shoppen gerade in ein neues Kleidungsstück hüllst oder auf einer langweiligen Hausparty? Aufregend und in höchstem Maße genussvoll! Dieses Sexspielzeug ist ideal für alle, die den Extrareiz suchen.

Du kannst das Vibro-Ei aber natürlich auch direkt bei einem Schäferstündchen mit Deinem:r Partner:in tragen und darauf warten, wann er:sie gewillt ist, Dir den nächsten Kick zu schenken.

Der Doppeldildo: An einem Strang ziehen

Die Welt der Sextoys hält für neugierige Paare noch weitere interessante Spielzeuge parat. Wie wäre es etwa mit einem Doppeldildo aus weichem Silikon? Dieses stabförmige Toy mit 2 lustspendenden Enden in Penisoptik könnt Ihr Euch so hinbiegen, wie Ihr wollt.  

Mit den beiden penisähnlichen Formen lassen sich sowohl anale als auch vaginale Hotspots verwöhnen. Damit kannst Du entweder den:die Partner:in stimulieren oder Euch miteinander auf Hochtouren bringen. So darf sich etwa die Frau das eine Ende vaginal einführen, während der:die Partner:in das andere Ende in den Anus gleiten lässt. Genießt die vielfältigen Möglichkeiten und völlig neuartigen Genüsse!

Der Penisring: Sexuelles Feuerwerk zusammen erleben

Vom Penisring profitieren beide. Frauen dürfen sich beim Liebesspiel auf einen pralleren Penis freuen und auf einen verzögerten Orgasmus bei Ihrem Partner. Der Mann soll einen intensiveren Orgasmus sowie generell intensivere Empfindungen während des Akts erleben. Es gibt auch Penisringe, die durch Vibrationen gleichzeitig Deine Klitoris in lustvolle Schwingung versetzen. Ein prima Sextoy für Paare! Der Penisring wird an der Penisbasis fixiert, sodass ein leichter Blutstau provoziert wird – mit den beschriebenen angenehmen Folgen.

Die Penishülle: Für ein pralles Vergnügen

Mit der Penishülle wird in Nullkommanichts aus weniger mehr. Gerade wenn das beste Stück Deines Mannes mal nicht in Topform ist, kann eine Penishülle aushelfen und eine etwas abgemilderte Erektion verstärken. Die Penishülle aus Silikon wird im halberigierten Zustand übergestreift und mit einem Penisring fixiert. So sorgt sie für ein längeres und pralleres Glied. Wenn Ihr Euch für ein Exemplar mit Noppen entscheidet, bringt es dem:r Partner:in noch mehr Spaß. Aber Achtung: Eine Penishülle ist kein Ersatz für ein Kondom!

Der Analplug: Für ein gemeinsames Hintertreffen

Der Analplug lädt zu spannenden Abenteuern im Analbereich ein. Egal ob Ihr ihn einsetzt, um das Gewebe vor dem gemeinsamen Analsex sanft aufzudehnen oder um zusätzlich zur Genital-Stimulation noch anal zu verwöhnen: Der Analplug mit seiner Tropfenform ist ein aufregendes Sextoy für Paare. Übrigens: Keine Furcht vor Unfällen: Eine Art Stöpsel am anderen Ende verhindert, dass das Toy zu tief in den Analkanal rutscht. Das schmale Ende wird als erstes eingeführt. Dann folgt der breitere Part. Mit etwas Gleitgel flutscht es gleich viel besser. Es gibt Analplugs aus Edelstahl, Glas oder Aluminium. Meist sind sie jedoch aus Silikon gefertigt. In dem Fall verwendet bitte nur wasserbasiertes Gleitgel!

Der Finger-Vibrator: Für raffinierte Massagen zwischendurch

Fingern mal anders! Mit einem Finger-Vibrator verwöhnt der Finger Deines:r Partner:in Deine wichtigsten Lustzentren. Einmal übergestülpt, begibt er sich auf Erkundungstour über Deinen Körper und stimuliert Deine Klitoris, Deine Brustwarzen, Oberschenkel oder Schamlippen mit angenehmen Vibes. Das ganz große Feuerwerk erhältst Du von diesem kleinen Sextoy für Paare nicht immer. Aber dafür bekommst Du stimulierende Massageeinheiten an sexy Körperstellen. Und dadurch können dann Deine Empfindungen, die sich aus anderen Aktionen speisen, heftig an Fahrt aufnehmen.

Strap-on: Für Sexspiele der anderen Art

Für experimentierfreudige und homosexuelle Paare eignet sich auch ein Strap-On mit Dildo. Das ist ein spezieller Hüftgurt, an dem ein Dildo befestigt ist. Den Umschnalldildo kannst Du als Frau beispielsweise ausprobieren, wenn Du im Bett mal den männlichen Part übernehmen möchtest. Damit kannst Du Deinen Partner anal oder Deine Freundin vaginal verwöhnen. Für alle, die die Abwechslung im Bett schätzen und auch Ungewöhnliches nicht verschmähen.

Fesseln, Handschellen und Augenbinde: Ein Hauch von Fifty Shades of Grey

Natürlich gehören auch Fesselinstrumente ins Reich der Sextoys für Paare. Denn glaubt man Umfragen, scheint es in hiesigen Schlafzimmern immer heißer zuzugehen. Bondage ist der neue Sextrend. So wird beim gemeinsamen Schäferstündchen gefesselt und geknebelt, was das Zeug hält. Und warum auch nicht? Wenn Dein:e Partner:in Dich mit Handschellen oder Hand- und Fußfesseln ans Bett kettet, erhöht das die erotische Spannung zwischen Euch. Zudem heizen Euch das Gefühl des Ausgeliefertseins auf der einen Seite und das Gefühl der Macht auf der anderen Seite ordentlich ein. Kein Wunder, dass sich entsprechende Sextoys zunehmend an Beliebtheit erfreuen.

Bei den Handschellen gibt es alles von der Soft-Variante mit rosa Plüsch bis zu harten Metallfesseln. Du kannst Dir aber auch ein Fesselset aus Handfesseln, Fußfesseln und Halsfessel für traute Stunden zu zweit zulegen. Fest steht: Euer Sex wird an Abwechslung und Intensität zunehmen, wenn Ihr hin und wieder die Fesseln zwischen die Laken holt. Tipp: Verwendet bei Eurem Liebesspiel auch mal eine Augenbinde. Wenn der:die eine Partner:in nichts sieht, arbeiten seine:ihre anderen Sinne intensiver. Das heißt, er oder sie nimmt die sexuellen Empfindungen noch intensiver wahr. Viel Vergnügen beim Entfesseln der Lust!  

Reitgerte, Peitsche oder Paddle: Perfekt für Rollenspiele

Du bist ein böses Mädchen gewesen? Dann wird Dein:e Auserwählte:r Dich wohl mit einer Gerte, Peitsche oder einem Paddle bestrafen müssen. Natürlich nur, wenn Du auf diese Art von Sexspielchen abfährst. Sehr beliebt im Zusammenhang mit diesen Bestrafungsinstrumenten sind Rollenspiele. Zum Züchtigen Deiner oder Deines Liebsten während des Liebesspiels sind diese Toys goldrichtig. Wenn Du eher softe Einheiten wünschst, sei Dir die Gerte oder ein weicher Flogger (Peitsche) ans Herz gelegt. Magst Du es gern fester, dann ist das harte Paddle aus Leder oder Holz für Dich vielleicht die richtige Wahl.

Sex im Alter – 10 Tipps für eine erfüllte Sexualität jenseits der 60

Zusammenfassung

Du denkst, Menschen über 60 hätten keinen Sex mehr? Da irrst Du Dich. Auch ältere Menschen haben durchaus Spaß am Sex. Warum auch sollten Menschen im fortgeschritteneren Alter plötzlich auf die schönste Sache der Welt verzichten, nur weil sich ihre Haut immer mehr in Falten legt? Manchmal verhindern allerdings zunehmende gesundheitliche Beschwerden ein unbeschwertes Sexualleben. Welche Probleme bei der Sexualität im Alter häufiger auftreten können und wie Du den Sex im Alter dennoch in vollen Zügen genießt, erfährst Du hier.

Wie oft haben Frauen und Männer im Alter noch Sex?

Fakt ist, und darüber sind wir froh, Frauen und Männer jenseits der 60 haben noch Sex. Wie oft – das ist natürlich ganz unterschiedlich. Das hängt vom Beziehungsstatus, der Gesundheit der Partner:innen und der Qualität ihrer Liebesbeziehung ab. Aber das Bedürfnis nach Sex bleibt und wird – wenn möglich – auch umgesetzt. Vielleicht nicht mehr so häufig wie in jungen Jahren, aber dennoch. Erst ab 75 scheint sich die sexuelle Lust aus dem Leben des Menschen zu verabschieden.

Laut einer Studie sind 54 Prozent der 65- bis 80-Jährigen, die in einer Beziehung leben, sexuell aktiv. Ein Drittel der zwischen 60- und 80-Jährigen leben ihre Sexualität sogar einmal pro Woche aus. Deutlich mehr – nämlich 65 Prozent – bekunden ein Interesse an der körperlichen Liebe. Vor allem unter den Befragten zwischen 65 und 70 nimmt noch knapp jede:r Zweite aktiv am Sexleben teil.

Ist Sex im Alter gesund?

Ja, wenn er in Maßen stattfindet. Denn die körperliche Liebe bringt den Stoffwechsel in die Gänge und flutet den Körper mit jeder Menge wohltuender Hormone. Vor allem älteren Frauen genießen durch eine intakte Sexualität gesundheitliche Vorteile. Reifere Männer hingegen sollten ihre Lust etwas zügeln. Denn hat ein Mann einmal oder öfter die Woche Sex, verdoppelt sich sein Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Hier heißt es also: einen Gang herunterschalten! Reduziert ein Mann seine sexuellen Begegnungen auf beispielsweise eine in zwei Wochen, hat dies keine negativen Auswirkungen auf das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Forscher:innen der Michigan State University führen das erhöhte Risiko in ihrer Langzeitstudie darauf zurück, dass sich ältere Männer mehr anstrengen müssen, um zum Orgasmus zu kommen. Das verlangt ihrem Körper einiges ab.   

Welche Probleme beim Sex treten bei älteren Frauen und Männern auf?

Sex im Alter ist schön – so lange die Gesundheit der Partner:innen mitspielt. Doch mit den Jahren kommt es vermehrt zu körperlichen und seelischen Problemen, die sich auch auf die Sexualität auswirken können. Häufige auftretende Ursachen für sexuelle Unlust oder Probleme beim Sex sind:

  • Erektionsstörungen beim Mann (Impotenz durch Rückgang des Testosterons, Gefäßverkalkung, Erkrankungen)
  • Inkontinenz (etwa durch einen zu schwachen Beckenboden)
  • Schmerzen infolge der erhöhten Empfindlichkeit der Vagina
  • Schmerzen beim Sex, z. B. durch Vernarbungen infolge einer OP
  • Ängste (Versagensängste beim Mann wegen bestehender Impotenz, Angst vor Schmerzen beim Sex)
  • Beziehungsprobleme: ungelöste Beziehungskonflikte, mangelhafte Kommunikation
  • Depression (sexuelle Unlust)
  • Hemmungen (infolge altersbedingter Veränderungen des Körpers)
  • Diabetes
  • Gefäßverkalkung
  • Bluthochdruck
  • Gelenkschmerzen
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten (z. B. Beta-Blocker)
  • Übergewicht
  • zu hoher Alkoholkonsum

Sex im Alter: Beim Mann wird Impotenz zum Problem

Ab etwa 50 Jahren ist es nicht ungewöhnlich, wenn ein Mann eine Erektionsstörung hat. Heißt: Sein bestes Stück lässt ihn jetzt häufiger mal im Stich. Er leidet an einer erektilen Dysfunktion. Der Penis wird nicht mehr so leicht steif und bleibt auch nicht mehr so lange in Form.

Neben dem sinkenden Testosteronspiegel kann auch eine Gefäßverkalkung oder -schädigung Ursache für die Impotenz sein. Auch kann ein Mann nun aus Sorge vor einem Herzinfarkt nicht mehr so viel Lust auf Sex verspüren. Viele Männer setzen sich wegen ihrer (zeitweiligen) Impotenz einem verstärkten Leistungsdruck aus. Entweder strengen sie sich dann beim Sex umso mehr an oder sie vermeiden ihn schon aus Versagensängsten von vornherein. Auch eine OP an der Prostata oder eine andere Erkrankung wie Diabetes oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung können beim Mann dazu führen, dass der Penis seine frühere Erektionsfähigkeit verliert.

Sex im Alter: Bei Frauen kann es zu Schmerzen oder Angst vor Schmerzen kommen

Bei der Frau kann es sein, dass infolge der Hormonumstellung die Vagina nicht mehr ausreichend feucht wird, auch wenn die Frau genügend erregt ist. Zudem wird die Scheidenschleimhaut im Alter dünner und empfindlicher. Dadurch kann es zu unangenehmen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Kontaktblutungen und häufigen Infektionen kommen. In der Folge kann die sexuelle Lust der Frau deutlich nachlassen. 

Tipps für ein erfülltes Sexualleben im Alter

Flaute im Bett – die muss auch bei älteren Pärchen nicht sein. Es lohnt sich in jedem Fall, etwas gegen die mangelhafte sexuelle Aktivität zu unternehmen. Auch wenn manche ältere Menschen sich mit Nähe und Zärtlichkeit in der Beziehung zufriedengeben. Es ist doch erstrebenswert, dass Frau und Mann auch im Alter ein erfülltes Sexleben haben. 

Tipp 1: Behandlung der Erektionsstörung

Bei einer erektilen Dysfunktion ist es sinnvoll, eine:n Ärzt:in aufzusuchen. Diese:r kann abklären, ob hinter der Erektionsstörung eine Krankheit wie ein Diabetes, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder eine Depression steckt. Möglicherweise müssen betroffene Männer dann ein Medikament einnehmen. Manchmal sind Medikamente aber auch die Ursache für eine Erektionsstörung. In dem Fall ist die Erektionsstörung eine direkte Nebenwirkung des Medikaments oder eine Wechselwirkung, die in Kombination mit einem anderen Mittel hervorgerufen wurde.

Wird keine körperliche Ursache für die mangelhafte Erektion gefunden, kann der:die Ärzt:in dem Mann auch ein Medikament (Phosphodiesterase-5-Hemmer ) verschreiben. Dieses fördert die Erektion des Penis beim Geschlechtsverkehr. Auch eine mechanische Vakuumpumpe kann die Erektionsfähigkeit des Penis verbessern und die Sexualität eines Paares wieder ankurbeln.

Sind hingegen Übergewicht oder ein zu hoher Alkoholkonsum die Ursache für die Impotenz, dann hat der Mann es selbst in der Hand. Hier heißt es: Weniger ist mehr! Weniger Gewicht und Alkohol ist gleichbedeutend mit einem erfüllteren Liebesleben. Mit einem moderaten Ess- und Trinkverhalten lässt sich einer erektilen Dysfunktion gut vorbeugen.

Tipp 2: Miteinander reden

In vielen Fällen ist das Liebesleben nicht erfüllend, weil die Partner:innen nicht über ihre Beschwerden und Ängste sprechen. Vielleicht lässt eine Frau keine Intimität zu, weil sie bei der nächsten sexuellen Begegnung Schmerzen fürchtet. Vielleicht ist sie aber auch unglücklich, weil irgendetwas in der Beziehung nicht (mehr) stimmt. Womöglich schämt sie sich wegen ihres alternden Körpers und hat Angst, dass ihr:e Partner:in sie so nicht mehr sexuell anziehend findet.

Vielleicht möchte aber ein Mann nicht mehr mit seiner:m Partner:in schlafen, weil er Angst hat, dass der Penis beim Geschlechtsverkehr „versagt“. In all diesen Fällen hilft nur eines: miteinander reden! In einem Gespräch lässt sich herausfinden, warum sich ein:e Partner:in aus der Sexualität zurückzieht. Wichtig: Schuldzuweisungen wie „Du findest mich nicht mehr attraktiv!“ sollten in einem solchen Gespräch unbedingt unterlassen werden.  

Es ist immer vorteilhaft, wenn ein Paar offen über Bedürfnisse und sexuellen Wünsche reden kann. Denn wenn die Partner:innen wissen, wie sie voneinander berührt werden möchten, bleibt die sexuelle Aktivität bis ins hohe Alter hinein attraktiv.

Tipp 3: Gleitgel gegen Schmerzen beim Sex

Um den Geschlechtsverkehr für die reife Frau angenehm(er) zu machen, empfiehlt sich der Einsatz von Gleitgel. Es verleiht der Vagina zusätzliche Feuchtigkeit, wodurch beim Sex weniger Reibung entsteht und als angenehmer empfunden werden kann. Alternativ stehen auch östrogenhaltige Cremes, Tabletten oder Zäpfchen zur Verfügung. Eine solche Hormonersatztherapie birgt allerdings ein höheres Risiko für bestimmte Krankheiten wie Brustkrebs und sollte daher gut abgewogen und durch ärztlichen Rat abgeklärt werden.  

Tipp 4: Behandlung von Harninkontinenz

Unwillentlicher Harnabgang beim Sex – das ist unangenehm. Doch oft steckt ein schwacher Beckenboden dahinter, den sowohl Männer als auch Frauen mit gezielten Übungen kräftigen kann. Für Frauen gibt es spezielle Liebeskugeln, die sie vaginal einführt und für eine bestimmte Zeit trägt. Um die Kugeln festzuhalten, muss sich die Beckenbodenmuskulatur anspannen. Regelmäßig durchgeführt, können sich Inkontinenzprobleme so bessern. Die Beschwerden können zusätzlich durch Medikamente und Beckenbodenübungen verbessert werden.

Tipp 5: Das Vorspiel verlängern

Dagegen hat wohl kaum eine Frau (und vielleicht auch viele Männer?) etwas einzuwenden: ein langes Vorspiel! Mehr Küsse, mehr Streicheleinheiten und mehr Massagen kommen beiden Partner:innen zugute. Ein reiferer Mann mit einer Erektionsstörung braucht z.B. etwas länger, um eine Erektion zu bekommen. Der Penis benötigt mehr Stimulation. Ältere Menschen sollten sich also viel Zeit für das Vorspiel nehmen und sich mit vielen Liebkosungen – altgewohnten und neu erprobten – ihre Lust zeigen. 

Tipp 6: Neues probieren

Wer rastet, der rostet! Das gilt auch im Schlafzimmer. Also dürfen auch ältere Pärchen ihr Sexualleben aufmöbeln. Vielleicht hilft der beeinträchtigten Erektion ja ein Schäferstündchen mit einem aufregenden Sextoy oder an einem ungewöhnlichen Ort auf die Sprünge. Auch bislang unerprobte Sexstellungen können dem Intimleben wieder mehr Würze verleihen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Tipp 7: Hemmungen überwinden

„Ältere Menschen haben keinen Sex“, „Ich bin zu hässlich, um begehrt zu werden“ – derlei Gedanken wirken sich negativ auf das Sexleben reiferer Menschen aus. Daher sollten sie sich freimachen von solchen, leider immer noch verbreiteten, gesellschaftlichen Tabus. Wegen ein paar Falten mehr oder einem etwas größeren Bäuchlein muss doch niemand seine sexuelle Lust aufgeben. Findet sich ein Mensch äußerlich nicht mehr attraktiv, sollte er:sie sich bewusst machen, dass alle Menschen altern und sich verändern. Es gilt, diese körperlichen Veränderungen anzunehmen und dem:der Partner:in häufiger das Gefühl zu vermitteln, dass man ihn:sie trotz der Alterserscheinungen noch sehr begehrenswert findet. Eine offene Aussprache hilft hier bestimmt weiter und räumt mit so manchem Missverständnis auf.

Tipp 8: Kein Leistungsdruck im Bett

Hat der Mann mit einer Erektionsstörung zu kämpfen, bringt es nichts, wenn er sich damit unter Druck setzt. Denn Druck ist ein echter Lust- und Erregungskiller! Wenn es mal nicht rundläuft, gilt es, entspannt zu bleiben. Dann wird dieses Mal eben nur gekuschelt. Wichtig ist, dass der Mann sich beim nächsten Mal nicht damit stresst und versucht, entspannt an die Sache heranzugehen.

Tipp 9: Gelenkschonende Stellungen wählen

Bei älteren Menschen können die Gelenke schon mal Probleme machen. Daher ist es ratsam, Stellungen auszuwählen, die gelenkschonend sind. Dazu gehören in jedem Fall die Missionarsstellung, die Reiterposition sowie die Löffelchenstellung. Aber auch folgende Stellung ist für Mann und Frau sehr vorteilhaft, wenn die Gelenke schmerzen: Die Partner liegen sich gegenüber und sehen sich an. Der Mann stellt ein Bein auf. Nun legt die Frau das obenliegende Bein über seines. Auch altersgerecht: Der Mann sitzt auf einem Stuhl. Seine Liebste nimmt auf seinem Schoß Platz. Beide halten sich während der Vereinigung eng umschlungen. Intimer geht es nicht!  

Tipp 10: Paartherapie kann Sexualität beflügeln

Gibt es Spannungen und ungelöste Konflikte in der Beziehung, kann eine Paartherapie sinnvoll sein. In einer gemeinsamen Therapie können seelische Konflikte aufgespürt und aufgelöst werden. So gewinnt die Partnerschaft an Qualität und auch das Liebesleben kann wieder in Fahrt kommen.

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