Pornos für Frauen

Pornos für Frauen – Erotik mal anders

Zusammenfassung

Na klar mögen auch Frauen Pornos! Inhaltlich gehen die Vorlieben bei Männern und Frauen allerdings etwas auseinander.

Pornos sind nur was für Männer? Pustekuchen! Auch die Damenwelt erfreut sich durchaus an den prickelnden erotischen Bildern. Laut Umfragen schauen sich 30 % der Frauen regelmäßig einen Porno an. Aber es gibt geschlechterspezifische Unterschiede zwischen Mann und Frau. Ein Porno, der einem Mann gefällt, muss bei einer Frau noch lange nicht landen. Wie ein Porno gestrickt sein muss, damit er uns Frauen anspricht, haben wir für Dich recherchiert.

Was verbindet Frau und Mann in Sachen Porno?

Um ehrlich zu sein: nicht viel! Auch hier scheinen Mars und Venus weit auseinanderzuliegen. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten. Die da wären: Sowohl Mann als auch Frau fahren hier zunächst einmal auf leidenschaftliches Bildmaterial ab, das ihre sexuelle Lust beflügelt und stillt. Das Gezeigte kann mehr oder weniger deftig ausfallen – auch da nehmen sich Mann und Frau nichts.

Auch muss es für beide Geschlechter nicht die große sinnbringende (oder vielleicht sogar noch romantische) Geschichte sein. Sexfilme sollen schließlich unsere rudimentärsten Triebe bedienen. Schluss aus. Dazu nehme man eine Prise ansprechender Körper – natürlich nackt –, ein Mü heißer Stellungen und Techniken sowie jede Menge Leidenschaft. So wird ziemlich schnell intensive Lust und Erregung über den Bildschirm zum:zur Zuschauer:in transportiert. Und da hören die Gemeinsamkeiten für viele Frauen auch schon auf.

Unterschiede zwischen Pornos für Frauen und Mainstream-Pornos für Männer

Frauenpornos: Erotik von und für Frauen

Bei den herkömmlichen Mainstream-Pornos steht eindeutig die sexuelle Befriedigung des Mannes im Vordergrund. Doch in den letzten Jahren hat sich die Emanzipation bis hinein in die Pornoproduktion vorgekämpft. Es gibt mittlerweile verschiedene Filmemacherinnen, die Pornos speziell für Frauen drehen. Diese Heldinnen der Erotik rücken eeeendlich! die Befriedigung der weiblichen Lust ins Zentrum. Frauen sind darin nicht mehr nur bloße Dienerinnen des Mannes, sondern trachten selbstbewusst nach der Erfüllung ihrer eigenen sexuellen Bedürfnisse. Vielen Dank, ihr Revoluzzerinnen des Erotikfilms!   

Erotische Videos müssen für Frauen authentisch sein

Frauen mögen’s ehrlich. Auch in Sachen Sex. Statt künstlichem Dauergestöhne wollen sie lieber wohlplatzierte Lustseufzer hören. Statt wilder (und schmerzhafter!) Rammelei soll der Mann lieber ihre wichtigsten Hotspots stimulieren. Statt gefakter Orgasmen setzen die Regisseurinnen des Frauenpornos auf echte Höhepunkte bei den Darstellerinnen. Denn der Film soll eine Frau wirklich ansprechen und sie nicht zum Lachen bringen – wie viele der Mainstream-Produktionen.

Die modernen Sexfilmmacherinnen zeigen vielfach Dinge, die Frauen wirklich heiß machen: einen Cunnilingus (Oralsex) zum Beispiel oder einen sorgsam durchgeführten Handjob. Derlei sexuelles Knowhow erregt Darstellerinnen und Zuschauerinnen gleichermaßen. Denn hier wird ihnen nichts vorgespielt. Lust, Erregung und Orgasmus sind echt.

In Frauenpornos wird die Frau nicht abgewertet

Emanzipierte Frauen möchten keinen Sexfilm sehen, in dem die Frau nur den Willen des Mannes bedient. Sie mögen es nicht, zur Erotiksklavin degradiert zu werden. Stundenlangen Blowjobs zuzusehen oder dem beizuwohnen, wie eine Frau das Ejakulat des Mannes ins Gesicht gespritzt wird, ist nicht ihre Sache. Bei modernen Frauen hat dieses Rollenbild der Steinzeit ausgedient. Die alten Klischees erregen sie nicht – regen sie höchstens auf. Kein Wunder, sind die meisten Pornos ja auch für Männer gedacht. Frauen möchten lieber dabei zusehen, wie ein Mann leidenschaftlich und einfühlsam versucht, der Frau Lust, Nähe und einen Orgasmus zu schenken. Das Macho-Motto: „Bück Dich, ich mach Dich glücklich“ zieht also bei den Ladies nicht mehr.   

Frauen schauen gerne Pornos, in denen vor allem die weibliche Lust im Zentrum steht.

Frauen sind offener für sexuelle Spielarten als Männer

Frauen schätzen die sexuelle Vielfalt. Sie können offenbar auf vielfältigere Weise sexuell erregt werden. Das lässt sich etwa am Nutzerverhalten von beliebten Internet-Pornoportalen ablesen. Frauen rufen offenbar mehr Kategorien von Sex ab als Männer. Neben der klassischen Mann-Frau-Konstellation interessieren sich viele Damen hier für bestimmte Fetisch-Videos wie Squirting (dem „Abspritzen“), Gruppensex oder rough Sex (harter Sex). Anders als bei Männern stehen bei den Hetero-Frauen auch Sexfilme mit Lesben und Schwulen hoch im Kurs. Die weibliche Sexualität scheint also um einiges facettenreicher als die der Männer zu sein.

Frauen ziehen oft moralisch einwandfreien Porno vor

Vielen Frauen ist es auch wichtig, dass sie sich Pornos ansehen, die moralisch unbedenklich sind. Sie wollen sich nicht amüsieren, während die Darstellerinnen ihren Job zu schlechten Konditionen verrichten müssen. Sie geben also oft solchen Produktionen den Vorzug, in denen die Darstellerinnen mit Kondom verhüten, volljährig sind und zu keinen sexuellen Handlungen gezwungen werden, die sie nicht wirklich wollen. Auch sind moderne Frauen wohl eher bereit, etwas für die konsumierten Videos zu bezahlen. Denn sie wollen, dass die Darstellerinnen für ihre Arbeit entlohnt werden. Natürlich ist das auch eine Frage des Geldbeutels. Sicher ist: Wenn Du einen sehr ästhetischen und moralisch einwandfreien Porno sehen möchtest, wirst Du um den Griff ins Portmonee nicht herumkommen.

Heartcore-Pornos bei den Damen beliebt

Ein neues Genre, das die Damenwelt verzückt, ist der sogenannte Heartcore-Porno. Frauen lieben es eben, wenn neben aller Leidenschaft, Wildheit und Lust die Zärtlichkeit nicht zu kurz kommt. In diesen Produktionen sind die Darstellenden attraktiv und die Stimulation der Frau erfolgt langsam, mit kreativen Liebkosungen und wechselnden Intensitäten. So können ihre Lust und Erregung allmählich an Fahrt aufnehmen und sich überhaupt erst in einem großen Finale entladen. Diese erotischen Filme haben oft einen hohen ästhetischen Anspruch und kommen in der Regel ohne den für Männerpornos üblichen Schmuddelcharme aus.

Die Top 4-Kategorien der beliebtesten Frauenpornos

Wertet man das Nutzerverhalten der Frauen in einschlägigen Pornoportalen aus, kommen erstaunliche Vorlieben ans Licht. Folgende Kategorien an Sexfilmen sind bei Frauen besonders heiß begehrt.

Pornos mit Lesben

Nicht nur homosexuelle Frauen können sich an Filmen berauschen, die mit gleichgeschlechtlicher Liebe arbeiten. Auch Hetero-Frauen sehen sich solche Videos an. Warum? Weil es sie antörnt oder aus bloßer Neugier, um herauszufinden, wie zwei Lesben miteinander Sex haben? Vielleicht aber auch nur deshalb, weil es mal etwas anderes zu sehen gibt als vermeintlich dauererigierte Penisse. Letztlich weiß man es nicht genau. Fest steht aber: Die weibliche Lust ist offenbar komplexer und weniger begrenzt als die der Männer.

Pornos mit einem Flotten Dreier – nur andersherum

Auch Gruppensex spricht laut Nutzerverhalten viele Frauen an. Allerdings suchen Frauen lieber die Kombi zwei Männer – eine Frau, wohingegen Männer eher von der Konstellation zwei Damen – ein Herr träumen. Ein solcher Gruppensex- oder „Gangbang“-Porno zeigt, wie ein Mann die Frau penetriert und der zweite Mann sich ausgiebig der Stimulation ihrer anderen erogenen Zonen widmet. Dabei dürfen sich auch die beiden Männer nahekommen, denn das finden nicht wenige Frauen ebenfalls sehr erotisch. In den Gangbang-Pornos darf es hart zur Sache gehen. Aber auch einfühlsame Szenen sind bei den Frauen beliebt.

Pornos mit Squirting-Einlage

Frauen sehen sich auch gerne Videos an, in denen die Darstellerin squirtet. Das bedeutet, dass die Frau im höchsten Moment der Lust – ähnlich wie ein Mann – „abspritzt“. Sie sondert dann eine spezielle Flüssigkeit ab, die schwallartig oder als Strahl aus der Harnröhre hervortritt. Dieses sexuelle Ereignis, das längst nicht bei jeder Frau stattfindet, scheint bei der Damenwelt vor den Bildschirmen Begeisterungsstürme auszulösen.

Pornos mit der „Scissoring“-Stellung

Frauen scheinen sich auch brennend für eine Sexpraktik lesbischer Frauen zu interessieren: dem „Scissoring“ (scissors: engl. für „Schere“). Bei dieser Technik bringen die Frauen ihre Beine wie zwei ineinander verkeilte Scheren zueinander. Auf die Art können sie ihre Vulven aneinanderreiben und ihr wichtigstes Lustzentrum stimulieren: die Klitoris. Da hier das Geheimnis weiblicher Orgasmen verborgen liegt, interessieren sich Frauen offenbar besonders für diese Art Pornofilme.

Wichtige Regisseurinnen von Frauenpornos

Erika Lust

Die Schwedin Erika Lust gilt als eine der Pionierinnen auf dem Gebiet des Frauenpornos. Ihre emanzipierten Erotikfilme sind sehr gefragt. In ihren Produktionen ist die Mehrheit der Darstellenden weiblich. Sie unterhält neben den längeren Produktionen auch ein Kurzfilm-Projekt. Dafür lässt sie sich regelmäßig von den Fantasien ihrer Nutzerinnen inspirieren und setzt einige davon regelmäßig filmisch um.    

Petra Joy

Petra Joy ist eine weitere Pionierin auf dem Gebiet der Pornofilm-Revolution im Sinne der Frau. Die Regisseurin stammt aus Deutschland und bemüht sich um das ästhetische Einfangen weiblicher Begierden. Dafür bezieht sie kreative Liebesspiele mit in die dargestellten Liebeshandlungen ein.