Frau Orgasmus

Weiblicher Orgasmus – So kommst Du zum Höhepunkt

Zusammenfassung

Er ist ein überwältigendes Gefühl, eine Ekstase der Sinne, gefolgt von tiefer Entspannung und Zufriedenheit. Damit Frauen einen Orgasmus erleben, braucht es die richtige Balance aus Anspannung und Entspannung.

Kommst Du oder kommst Du nicht? Das ist die Frage, die jeden Mann im Bett interessiert. Und zugegeben: Auch jede Frau freut sich, wenn der weibliche Orgasmus in seiner ganzen Intensität zuschlägt. Doch nicht immer lässt sich der Heilige Gral der weiblichen Sexualität erobern. Gründe dafür gibt es viele. Wir verraten Dir, was beim Orgasmus im Körper passiert, was ein vaginaler Orgasmus ist und wie Du das spektakuläre Feuerwerk noch häufiger zünden kannst.

Was ist ein weiblicher Orgasmus?

Der weibliche Orgasmus markiert den Höhepunkt der sexuellen Erregung und Lust bei der Frau. Wurden alle wichtigen Körperbereiche aktiviert und stimmen auch sonst die Voraussetzungen, kann sie ein herrliches und überwältigendes Gefühl erleben. Dieses entsteht durch wellenförmige Kontraktionen der Muskeln von Vagina, Gebärmutter und Anus.

Einmal auf dem Lustgipfel angekommen, kannst Du hier vor dem Abstieg mehrere Sekunden bis zu einer Minute verweilen. Auf den weiblichen Orgasmus folgen eine tiefe Entspannung und Zufriedenheit. Im Unterschied zu Männern ist eine Frau aber schon nach einer relativ kurzen Erholungszeit wieder bereit, sexuelle Erregung zu spüren und einen erneuten Orgasmus zu erleben. So kann eine Frau binnen kurzer Zeit multiple Orgasmen erleben.

Warum gibt es den weiblichen Orgasmus eigentlich?

Der männliche Orgasmus hat fortpflanzungsrelevante Gründe. Durch ihn wird der Samenerguss ausgelöst, der die männlichen Spermien in die weibliche Gebärmutter befördert und so eine Schwangerschaft ermöglicht. Doch wozu ist der weibliche Orgasmus da? Er hat doch keinerlei Bedeutung für die Erhaltung der menschlichen Art. Oder? Genaugenommen ist sich die Forschung darüber nicht ganz einig. Fest steht: Um schwanger zu werden, braucht Frau nicht zwingend einen Orgasmus.                    

Eine Forschungstheorie besagt, dass es in der frühen Evolution des Menschen so gewesen sein könnte, dass ein Orgasmus unmittelbar den Eisprung ausgelöst hat, so wie es bei manchen Tieren – etwa Katzen oder Bären – noch heute der Fall sei. Im Laufe der Entwicklung habe sich diese Verbindung aber aufgelöst und der natürliche Zyklus der Frau sei entstanden, bei dem der Eisprung völlig unabhängig vom Orgasmus erfolgt.

Andere Forscher sehen den Orgasmus der Frau als simple Folge des gemeinsamen Ursprungs von Penis und Klitoris. Denn beide entwickeln sich aus den gleichen embryonalen Strukturen und könnten daher über eine ähnliche Funktionsweise verfügen. Demnach wäre der weibliche Orgasmus nichts weiter als eine angenehme Begleiterscheinung des gemeinsamen Ursprungs von Penis und Klitoris.

Ebenfalls einleuchtend klingt eine weitere Theorie unter Forschern. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass der weibliche Orgasmus doch einen fortpflanzungsrelevanten Nutzen haben könnte. So könne es sein, dass die Kontraktionen von Vagina und Gebärmutter und der sich absenkende Muttermund die Wahrscheinlichkeit für eine Befruchtung vergrößern. Forscher vermuten, dass ein Orgasmus zu einer besseren Aufnahme der Spermien in die Gebärmutter führen könnte.

Weiblicher Orgasmus – Wie viele Frauen erleben ihn beim Sex?

Das Glück, dass sexuelle Erregung regelmäßig in einem Orgasmus mündet, ist nur etwa jeder dritten Frau beschieden. Noch weniger – nämlich 21% der Frauen – kommen beim Sex immer zum Höhepunkt. Erfreulich ist, dass etwa 60% aller Frauen beim Sex sehr oft sexuelle Höhenflüge genießen dürfen. Weniger erfreulich ist, dass etwa 16% der Damen bei der körperlichen Liebe mit dem Partner nie einen Orgasmus erleben.

Weiblicher Orgasmus – Warum er oft ausbleibt

Wenn eine Frau nicht oder nur selten zum Orgasmus gelangt, kann es dafür mehrere Ursachen geben. Sexualtherapeuten stellen in der Praxis folgende Ursachen für Orgasmusstörungen fest:

  • Die Frau kann sich nicht ausreichend fallen lassen und nicht abschalten
  • Der Partner stimuliert die Frau nicht auf die richtige Weise
  • Die Frau hat Angst vor Kontrollverlust beim Höhepunkt
  • Die Frau ist im Stress (Körper braucht den richtigen Grad an Entspannung und Anspannung)
  • Der Sex ist zu kurz (Frauen mit häufigen Orgasmen haben oft längeren Sex)
  • Es liegen bestimmte Erkrankungen oder Zustände vor (z. B. Erkrankungen der Schilddrüse, neurologische Erkrankungen, Müdigkeit)
  • Die Frau nimmt lustmindernde Medikamente ein (z. B. manche Pillen-Arten, Blutdrucksenker)
  • Übermäßiger Konsum von Alkohol bzw. Drogen
  • Die Frau ist noch jung (ältere Frauen ab 36 haben häufiger Orgasmen)

Sich fallen lassen

Wer Angst hat, dass die Nachbarn einen hören könnten, der Partner das lustverzerrte Gesicht lächerlich finden könnte oder vielleicht auch einfach schon daran denkt, was es später zu Essen gibt, bei dem bleibt der Orgasmus in der Regel aus. Um Kommen zu können, muss man sich fallen lassen, voll und ganz den Gefühlen hingeben und den Kopf für den Moment ausschalten.

Weiblicher Orgasmus – Klitoraler Orgasmus vs. vaginaler Orgasmus?

Viele Frauen erleben den klitoralen Orgasmus anders als den vaginalen Orgasmus. Nach dem heutigen medizinischen Kenntnisstand soll es sich dabei aber um ein- und dasselbe Phänomen handeln. Das Superorgan der weiblichen sexuellen Lust – die Klitoris – soll demnach lediglich von verschiedenen Punkten aus stimuliert werden. Kommst Du klitoral, dann geht man davon aus, dass die Klitoris, also der äußerlich sichtbare empfindliche Knubbel am oberen Ende der kleinen Schamlippen, stimuliert wird. Vielleicht hast Du auch den U-Punkt mit stimuliert, also den Bereich rund um den Harnröhreneingang. Denn er ist ebenfalls eine erogene Zone.

Kommst Du vaginal, wurdest Du durch den Penis oder ein Sextoy an einer sehr empfindlichen Stelle in der Vagina – dem sogenannten G-Punkt – stimuliert. Der G-Punkt soll etwa 5 cm in der Vagina an der vorderen Scheidenwand zu finden sein. Alternativ wurde in der Vagina eine weitere erogene Zone angeregt – der sogenannte A-Punkt. Beim A-Punkt handelt es sich um einen Bereich, der nahe am Gebärmutterhals, ebenfalls an der vorderen Scheidenwand liegt.

Heute weiß man, dass die Klitoris im Körperinneren weitergeht und etwa 10 cm lange Schwellkörper nahe der Vagina hat. Die Klitoris kann somit auch indirekt über die Scheide stimuliert werden. Der weibliche Orgasmus kommt wohl durch das Zusammenspiel der vielen Nervenenden von Vagina, Klitoris und Harnröhre zustande. Dieses Gebiet ist quasi eine große, zusammenhängende erogene Zone.

Trotzdem fühlt sich der klitorale Orgasmus für Frauen anders an als der vaginale Orgasmus. So soll Dir der klitorale Orgasmus ein kurzzeitiges, dafür intensives Gefühl bescheren. Der vaginale Orgasmus wiederum wird als weniger heftig, dafür als länger anhaltend beschrieben. Auch ist das Gefühl der Entspannung danach intensiver.

Was passiert beim weiblichen Orgasmus im Körper?

Wächst die Lust der Frau, wird das vegetative Nervensystem immer aktiver. Das heißt, der Blutdruck steigt, die Atmung wird schneller, die Durchblutung der Geschlechtsorgane nimmt zu. Es werden diverse Botenstoffe wie Phenetylamin und Dopamin ausgeschüttet, sodass eine Frau immer mehr Lust empfindet. In der Vagina wiederum wird ein natürliches Gleitmittel produziert, das es dem Penis ermöglicht, ohne Schmerzen in die Frau einzudringen.

Kurz vor dem Orgasmus aktiviert das Kleinhirn zum Spannungsaufbau Oberschenkel, Po und Bauch. Denn diese Anspannung ist wichtig für das Erreichen eines Orgasmus. Gleichzeitig geht das rationale Kontrollzentrum im Gehirn in den Standby-Modus. Denn ungezügeltes Lustempfinden verträgt sich überhaupt nicht mit Kopflastigkeit. Überlegungen zu Deiner To-do-Liste und ein kritisches Nachdenken über Deine Schwachstellen am Körper sind also echte Lustkiller.

Im Moment des höchsten Glücks dominieren im Körper dann nicht mehr die erregenden Hormone, sondern die der Entspannung. Das Kuschelhormon Oxytocin ist mit von der Partie, ebenso das Glückshormon Serotonin. Diese Botenstoffe bescheren uns das zufriedene und glückliche Gefühl nach dem Sex.

Weiblicher Orgasmus und weibliche Ejakulation

Durch klitorale Stimulation oder vaginale Stimulation bahnt sich im Idealfall der weibliche Höhepunkt an. Dabei kann es vorkommen, dass die Skene-Drüsen nahe der Harnröhre eine Flüssigkeit absondern. Dabei handelt es sich aber nicht um Urin. Die Flüssigkeit ist klar und kann entweder tröpfchenweise oder schwallartig in Erscheinung treten. Doch nicht alle Frauen ejakulieren. Um einen guten Orgasmus zu erleben, ist das „Abspritzen“ jedenfalls nicht unbedingt notwendig.

Weiblicher Orgasmus – Warum Frauen ab 36 Jahren häufiger kommen

Umfragen haben ergeben, dass Frauen mittleren Alters häufiger sexuell zum Höhepunkt gelangen als jüngere. Das erklären Forscher damit, dass reifere Frauen schlichtweg mehr sexuelle Erfahrungen gesammelt haben und auch schon besser wissen, was sie mögen und was nicht. Auch können sie mit ihrem Partner offener über ihre Wünsche und Bedürfnisse reden. Zur Hilfe kommen reiferen Frauen auch die Hormone. Da der Östrogenspiegel sinkt und der Testosteronspiegel zunimmt, sind Frauen in diesem Alter selbstbestimmter und schauen eher darauf, was sie möchten als in jüngeren Jahren.

Wissen, was man will

Sich beim Sex völlig dem anderen zu überlassen, kann seinen Reiz haben. Aber nicht jeder Partner findet all die Stellen, die Dich zielsicher zum Orgasmus bringen. Zu wissen, was man selbst will und das offen zu kommunizieren, ist darum oft der Schlüssel für guten und orgasmusreichen Sex.

12 Tipps zum weiblichen Orgasmus – Wie Du in den Himmel der Lust gelangen kannst

Tipp 1: Übung macht den Meister

Frauen kommen durch Masturbation oft leichter zum Orgasmus, als wenn sie Geschlechtsverkehr mit dem Partner haben. Schade eigentlich. Bevor Du jetzt verzweifelst, gibt es gute Nachrichten: Der weibliche Höhepunkt lässt sich trainieren. Übe regelmäßig und finde heraus, welche Berührungen Dir gefallen. Arbeite mit sanftem Druck, Streicheln oder Kneten. Nimm Dir Zeit, den eigenen Körper zu erforschen. Finde heraus, welche Stellen Dich sexuell beflügeln und welche Dich auf dem Boden verbleiben lassen.

Tipp 2: Bewege Dich beim Sex

Manche Sexualtherapeuten empfehlen Frauen, sich beim Sex vielfältig zu bewegen. Denn durch Bewegung kann sowohl muskuläre Spannung erzeugt als auch gelöst werden. Denn für einen Orgasmus braucht es ein gutes Gleichgewicht von Anspannung und Entspannung im Körper. Bestimmte Muskeln müssen für die sexuelle Erregung angespannt sein, damit sich durch die gesteigerte Durchblutung die Erregung im ganzen Körper verteilen kann. Gleichzeitig ist aber Entspannung – auch mental – vonnöten, um das intensive Gefühl der Lust genießen zu können. Durch Bewegung soll es gelingen, leichter abzuschalten und die richtige Balance aus Ent- und Anspannung zu finden und aufrechtzuerhalten.

Tipp 3: Stimuliere die Klitoris

Ein Schlüssel zum Höhepunkt der Frau ist die Klitoris. Frauen haben oft deshalb Probleme, beim Geschlechtsverkehr mit einem Mann zu kommen, weil dieses zentrale Lustorgan nicht mitstimuliert wird. Verwöhne die Klitoris selbst oder lass sie von Deinem Mann verwöhnen. Küssen, lecken, streicheln – all das mag das weibliche Lustzentrum. Die einen Frauen mögen die direkte, sanfte Stimulation der empfindlichen Klitoris, andere mögen eher eine indirekte Stimulation, bei der über die Vorhaut stimuliert wird. Frauen, die häufiger einen Orgasmus erleben, beziehen laut einer Studie die klitorale Stimulation mit ins Liebesspiel ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Klitoris oral oder mit der Hand verwöhnt wird.

Tipp 4: Vorspiel ist ein Puzzlestück zum sexuellen Glück

Ja, es ist ein Klischee, aber nun mal wahr: Die meisten Frauen brauchen ein erregendes Vorspiel, um zum Orgasmus zu gelangen. Denn die Frau verfügt über viele erogene Zonen am ganzen Körper, die stimuliert werden wollen, damit der Vulkan ausbricht. Streicheln, Knabbern, Küssen, Lecken – all das lässt das erotische Herz einer Frau höherschlagen. Wird dann noch die Klitoris angeregt und Du kannst Dich richtig fallen lassen, wird der Weg frei für einen Orgasmus der Extraklasse.

Tipp 5: Kopf aus, Sinne an

Viele Sexberaterinnen bekommen von Frauen zu hören, dass sie sich beim Sex blockiert fühlen, sich also nicht richtig fallenlassen können. Das ist ja auch nicht so einfach, wenn Frau den ganzen Tag organisieren, strukturieren und koordinieren muss. Wie findest Du beim Stelldichein nun also den Off-Schalter? Statt darüber nachzudenken, wie Dein Mann Deinen Po findet oder ob ihn diese oder jene Cellulitefalte stört, konzentriere Dich auf 3 Körperbereiche, die Du an Dir magst. Bringe diese Areale ins Spiel. Denn es ist wichtig, dass Du Dich selbst begehrenswert findest.

Schiebe abtörnende Gedanken an die Arbeit oder To-dos den Haushalt betreffend beiseite und konzentriere Dich ganz auf das Hier und Jetzt. Lasse sowohl Nähe als auch den Kontrollverlust zu. Verwöhne Deinen Partner, schenke ihm Lust und Liebe. Dann lass Dich wieder von ihm aufheizen. Versuche die Kommandozentrale im Kopf auszuschalten, denn sonst kannst Du Dich nicht Deinen körperlichen Empfindungen hingeben.

Und last but not least: Wirf das erotische Kopfkino an! Wenn Du erregende Fantasien hast und sie Deine Lust zusätzlich steigern, lass sie ins Liebesspiel mit einfließen. Erlaubt ist, was heiß macht. Es soll Frauen geben, die kraft ihrer Gedanken einen Orgasmus auslösen können – ohne jede Berührung. Dieser mentale Orgasmus soll von jeder Frau erlernbar sein.

Tipp 6: Sorge für das richtige Setting

Es muss ja nicht gleich das Klischee aus Rosenblättern, 100 Kerzen und Kuschelrockmusik sein. Obwohl viele Frauen ein romantisches Ambiente für den Sex bevorzugen. Im gedämpften Licht sieht eben einfach alles viel sinnlicher aus. Und die Sinne sollen für das sexuelle Erleben ja angeregt werden. Neben Kerzenschein können auch angenehme Düfte die Lust steigern. Auch spricht nichts gegen ansprechende Musik. Ebenso darf es eine Massage mit einem wohltuenden Massageöl sein, um die Stimmung anzuheizen.

Auch ungewöhnliche Orte, die von Eurer Sex-Routine abweichen, können Dich auf den Gipfel der Lust entführen: Badewanne, Küchentisch, Wald – alles denkbar. Wichtig ist, dass Du Dich wohl fühlst. Denn das ist Grundvoraussetzung dafür, Dich fallenzulassen und ganz im Moment zu entschwinden.

Tipp 7: Lasst keinen Leistungsdruck aufkommen

Das Feuerwerk wird bei Eurem Liebesspiel nicht gezündet? Don’t worry. Setzt Euch nicht mit dem Ziel unter Druck, dass Er oder Sie zum Höhepunkt kommen muss. Denn Druck ist ein echter Abtörner im Bett und lässt jede sexuelle Lust in den Keller rauschen. Stress macht einen Orgasmus quasi unmöglich. Bleibt entspannt und übt einfach weiter. Seid geduldig und nachsichtig mit Euch, denn: Gut Ding will eben Weil haben. Schiebe die Schuld des ausbleibenden Orgasmus auch nicht auf Deinen Liebsten. Das macht es nicht besser. Es kann viele Gründe dafür geben, dass es nicht sofort und nicht immer klappt.

Tipp 8: Rede offen mit Deinem Partner

Neben Sex, bei dem die Chemie zwischen den Akteuren stimmt und die richtigen Register zur Stimulation gezogen werden, ist Offenheit für erfüllenden Sex wichtig. Zugegeben: Über Sexpraktiken zu reden, ist schambehaftet. Aber es lohnt sich, diese Scham zu überwinden: Denn woher soll Dein Schatz wissen, wo und wie er Dich heiß machen kann? Wenn Du Dich bereits gut erforscht hast, kannst Du ihm Deine Forschungsergebnisse in einem Gespräch präsentieren. Als Nächstes könnt Ihr die Theorie dann auch gleich in die Praxis umsetzen und schauen, wie es klappt. Zeig Deinem Partner beim nächsten Liebesspiel, wie er an Deinem Körper was berühren soll, damit es im Kessel so richtig brodelt.

Tipp 9: Führe einen Gesundheitscheck durch

Manchmal können auch gesundheitliche Probleme hinter Orgasmusstörungen stecken. Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebennieren oder Diabetes können die sexuelle Lust mindern und die Orgasmusfähigkeit hemmen. Auch Medikamente wie manche Arten der Pille, Bluthochdruck-Senker oder Antidepressiva reduzieren oft die Lust am Sex. Ist das Phänomen neu, dass Du keinen Orgasmus bekommst, solltest Du Dich vom Arzt durchchecken lassen.

Tipp 10: Mit halbvoller Blase kommst Du leichter

Was sich etwas seltsam anhört, soll der Wahrheit entsprechen: Versuche vor dem Sex nicht, Deine Blase zu entleeren, wenn Du einen Orgasmus erleben willst. Denn: Die leicht gefüllte Harnblase kann Deine Orgasmusfähigkeit verbessern. Denn der Druck, den der Urin von innen her aufbaut, verstärkt die Stimulation der erogenen Zonen der Vagina, wenn der Penis eindringt. Gehe stattdessen erst nach dem Sex auf die Toilette. Zu prall gefüllt sollte die Blase auf der anderen Seite aber auch nicht sein.

Tipp 11: Beckenbodentraining kann das Kommen erleichtern

Der sagenumwobene Beckenbodenmuskel, den jede Frau spätestens bis zur Geburt kennengelernt hat, soll ebenfalls dabei helfen können, einen Orgasmus zu bekommen. Wenn Du diesen besonderen Muskel nämlich regelmäßig trainierst – sei es durch gezielte Übungen oder durch bloßes, zeitweises Anspannen dieses Muskels – soll sich die Orgasmusfähigkeit steigern lassen. Auch sollst Du so von einem intensiveren Orgasmus profitieren können. Denn nur ein gut trainierter Beckenbodenmuskel kann den Penis beim Eindringen fest umschließen, sodass die Chance steigt, die erogenen Zonen in der Vagina optimal zu stimulieren.

Tipp 12: Etwas Alkohol kann den weiblichen Orgasmus fördern

Alkohol kann – wie wir alle wissen – lustfördernd sein. Schließlich enthemmt er uns und lässt uns den stets ratternden Kopf leichter ausschalten. Außerdem gibt er uns Raum für Kreativität, sodass wir eher bereit sind, Neues im Bett auszuprobieren. Und das Neue, die Abwechslung im Bett, kann schon wahre Wunder wirken. Natürlich gilt es in puncto Alkohol, das richtige Maß zu halten. Mehr als 2 Gläser Wein können das Pendel schon wieder in die andere Richtung ausschlagen lassen und Deine Lust in Schläfrigkeit verwandeln. Aber mit der richtigen Menge Alkohol kannst Du durchaus Deine Chancen auf einen Orgasmus erhöhen.

Gemeinsam kommen – Mythos oder Realität?

Kennst Du nicht auch diese Filmszenen, in denen Mann und Frau scheinbar mit unendlicher Leichtigkeit gemeinsam den Gipfel der Lust erstürmen? Das kann verwirrend sein, vor allem natürlich für Frauen, denen es nicht so leichtfällt, zum Höhepunkt zu kommen. Dieses Ideal bleibt hängen, verfestigt sich in den Köpfen und führt so bei vielen Frauen zu falschen Vorstellungen. Denn: In der Praxis ist der gemeinschaftlich erlebte Orgasmus eine absolute Rarität. Gerade mal 3% der Paare erleben zuweilen einen gemeinsamen Höhepunkt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die meisten Partner beim Sex eben nicht zusammen kommen.

Den Orgasmus vorspielen – Warum macht man(n) das?

Die Mehrheit der Ladies soll schon einmal oder mehrere Male ihren Höhepunkt im Bett vorgegaukelt haben – etwa 80%. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Vielleicht ist Frau einfach müde und will das ganze Liebesgeplänkel einfach hinter sich bringen. Vielleicht will sie aber auch ihren Partner einfach nicht verletzen. Viele Frauen haben auch Angst, dass der Mann ohne den weiblichen Orgasmus das Interesse verliert und sich eine andere Partnerin nimmt, wenn sie durch ihn nicht kommt.

Im Übrigen sind auch die Männer nicht gerade die Unschuld vom Lande. Denn auch 25% der Männer haben laut einer Studie schon mal einen Orgasmus vorgetäuscht, um einen Haken an die Sache machen zu können.