Gleitgel

Gleitgel – Anwendung, Inhaltsstoffe, Ersatz

Zusammenfassung

Gleitgel ist ein hilfreiches Mittel wenn es nicht richtig flutscht. Weil der Sex lang und intensiv ist, die Scheide trocken ist oder beim Analverkehr, wo ein natürliches Gleitmittel von vornherein nicht vorhanden ist.

Es ist für viele Paare ein wertvoller Helfer im Bett: das Gleitgel. Ist die Scheide der Frau trocken oder wollt Ihr Analverkehr haben, ist das Gleitgel ein Must-Have beim Liebesspiel. Denn schließlich soll Sex Lust und keine Schmerzen bereiten. Auf dem Markt gibt es verschiedene Sorten, die Ihr der Reihe nach ausprobieren könnt. Welche das sind, woran Du ein gutes Gleitmittel erkennst und welche Vor- und Nachteile die einzelnen Sorten haben, erfährst Du hier.

Was ist ein Gleitgel?

Ein Gleitgel ist eine breiige Flüssigkeit, die beim Sex auf den Penis oder die Vagina aufgetragen wird. Es macht den Sex angenehmer, wenn die Frau eine nicht ausreichend feuchte Scheide hat und verhindert Schmerzen beim Sex. Auch beim Analverkehr oder beim Einsatz von Sexspielzeug wird es häufig verwendet. Laut einer Umfrage setzen etwa ein Drittel der Menschen beim Sex regelmäßig oder zuweilen ein solches Gel ein.

Gleitgele können aus verschiedenen Basisstoffen bestehen. Dazu gehören:

  • Wasser
  • Fett
  • Silikon

Dazu gibt es Gleitgele mit verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Vanille, Erdbeer oder Piña Colada. Andere wiederum sollen Eigenschaften wie einen kühlenden oder wärmenden Effekt haben. Manche sind besonders für zusätzliche Massagen geeignet. Und einige versprechen gar eine orgasmusfördernde Wirkung. Diese gilt aber als umstritten, da ein Orgasmus anderer Dinge bedarf als eines Gleitgels. Die richtige Chemie zwischen den Partnern, die richtige Stimulation und das Sich-fallen-lassen-können sind laut Experten wichtigere Variablen auf dem Weg zum Höhepunkt als die Wahl des Gleitmittels.

Gleitgel auf Wasserbasis

Gleitgele auf Wasserbasis bzw. Intim-Hydro-Gele sind sehr beliebt, da sie viele nützliche Vorteile anderen Sorten gegenüber haben. Sie:

  • sind im Allgemeinen sanft und gut verträglich
  • können mit Latex-Kondomen oder Silikon-Sextoys verwendet werden
  • hinterlassen keine Flecken, sind leicht auswaschbar
  • sind vergleichsweise günstig
  • sind leicht zu entfernen

Dies gilt allerdings nur für wasserbasierte Gleitmittel, die keinerlei Fett oder Silikon enthalten.

Zu den wenigen Nachteilen von Gleitgelen auf Wasserbasis gehören:

  • ein erhöhter Verbrauch: Da Wasser schnell einzieht, muss man Gel nochmal nachnehmen
  • nicht für sexuelle Vergnügungen geeignet, bei denen das Paar Kontakt mit Wasser hat

Gleitgel aus Silikon

Doch auch Gleitmittel aus Silikon üben ihren Reiz auf Paare aus. Vor allem Liebende mit reichlich Ausdauer beim Liebesspiel greifen eher zu diesem Gleitmittel. Denn ein silikonbasiertes Gleitgel hat diese Vorteile:

  • es hält länger vor, da es nicht so schnell einzieht  
  • es erfordert einen geringeren Verbrauch
  • es kann in Kombination mit Latex-Kondomen verwendet werden
  • es ist gut für Analverkehr geeignet

Silikongele haben aber auch ihre Schattenseiten. Zu den Nachteilen dieser Gele gehört, dass sie:

  • im Vergleich etwas kostspieliger sind
  • oft weniger gut verträglich sind als etwa Gleitmittel auf Wasserbasis
  • eine Gefahr für die Gesundheit darstellen könnten, da der regelmäßige Einsatz von Silikon am Körper noch nicht gut erforscht ist
  • mit Duschgel abgewaschen werden müssen, was für die Scheidenflora ungünstig ist
  • nicht zusammen mit Silikon-Sextoys benutzt werden können, da dieses dann porös werden können und leicht Bakterien Unterschlupf bieten
  • von der Konsistenz her leicht schmierig sind
  • nicht geeignet sind für Frauen mit empfindlicher Vaginalschleimhaut, denn durch kleine Verletzungen gelangt das Silikon schnell in den Körper

Gleitgel auf Öl-Basis oder Fett-Basis

Ein fett- oder ölbasiertes Gleitmittel wird meist aus Mineralölen wie Paraffinöl oder Vaseline hergestellt. Nur manchmal werden pflanzliche Öle wie Olivenöl oder Palmöl verwendet. Diese Gleitmittel vereinen ebenfalls diverse Vor- und Nachteile in sich. Zu den Vorteilen zählen ganz sicher:

  • die sehr gute Gleitfähigkeit aufgrund der geschmeidigen Konsistenz von Öl und Fett
  • für langandauernde Sex-Abenteuer mit dem Partner geeignet, da Gleitfähigkeit lange anhält
  • gleichzeitige Pflege für den Intimbereich
  • ideal für sexuelle Spiele mit Wasserkontakt, da sich das Gel darin nicht auflöst

Ein Gleitgel auf Öl- oder Fett-Basis hat den Nachteil, dass:

  • es nicht zusammen mit Latex-Kondomen verwendet werden kann, da diese dann porös werden
  • es sich nur mit Seife / Duschgel entfernen lässt
  • es Flecken auf Kleidung und Bettwäsche hinterlässt (die aber auswaschbar sind)
  • die Atmungsfähigkeit der Haut behindert wird (z. B. bei Vaseline, Melkfett)

Gleitgel Ersatz

Wenn Du ein Fan der natürlichen Kosmetik bist, kannst Du als Gleitgel-Alternative auch gern Kokosöl, Mandelöl oder Aloe Vera verwenden. Mit diesen milden Naturstoffen erhöhst Du die Gleitfähigkeit beim Geschlechtsverkehr ebenso gut, wenn die Scheide trocken ist oder der Glide-Effekt noch verstärkt werden soll. Allerdings musst Du bei den ölhaltigen Produkten darauf achten, sie nicht mit einem Kondom zusammen zu verwenden, da der Empfängnisschutz dann nicht mehr gewährleistet werden kann. Übrigens: Mandelöl ist gut geeignet, um den Partner vor dem Geschlechtsverkehr mit einer Massage zu verwöhnen.

Nicht verwenden solltest Du hingegen Alternativen wie Babyöl, Vaseline oder Melkfett – jedenfalls nicht, solange Du mit einem Kondom aus Latex verhütest. Davon werden diese Kondome porös und schützen dann nicht mehr vor einer unerwünschten Schwangerschaft. Hast Du hingegen ein anderes Verhütungsmittel wie die Pille am Start, funktionieren auch diese Alternativen.

Anal-Gleitgel

Für den Analverkehr musst Du nicht zwingend ein spezielles Anal-Gleitgel verwenden. Achte darauf, dass Du im Zusammenhang mit einem Latex-Kondom keine fett- oder ölhaltigen Mittel verwendest, weil diese das Material angreifen und dann nicht mehr vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen. Diese Gleitmittel wiederum sind am besten geeignet, wenn das Liebesabenteuer besonders reibungslos vonstattengehen soll. Denn diese haben eine bessere Gleitfähigkeit als etwa Gele auf Wasserbasis. So kannst Du unerwünschte Verletzungen am empfindlichen Analbereich vermeiden.

Gleitgel bei Kinderwunsch

Für Paare mit Kinderwunsch gibt es ein speziell auf dieses Bedürfnis abgestimmtes Gleitmittel. Es wirkt sich nicht wie viele der herkömmlichen Gleitgele negativ auf die Spermienbeweglichkeit aus und mindert daher auch nicht die Fruchtbarkeit. Auch enthalten diese Kinderwunsch-Gleitgele keine Konservierungsmittel oder Duftstoffe, die Spermien oft zu schaffen machen. Im Gegensatz zu manch anderen Gelen haben sie auch keine spermientötende Wirkung. Alles in allem ist ein Kinderwunsch-Gleitgel also das Richtige für alle Paare, die am ‚Projekt Baby‘ arbeiten.

Gleitgel für besondere Momente

Gleitgele machen Sex angenehmer und verhindern Schmerzen, wenn die Frau eine nicht ausreichend feuchte Scheide hat. Besonders bei Analverkehr und der Verwendung vieler Toys ist Gleitgel wichtig.

Gleitgel kaufen

Gleitgel kannst Du an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Mengeneinheiten kaufen. Für lustvolles Vergnügen gibt es das Gel Deiner Wahl in der Apotheke, der Drogerie, im Supermarkt, im Erotik-Laden oder online. Die Kosten belaufen sich in der Regel auf zwischen 5 und 10 Euro pro 100 ml. Das spezielle Gel bei Kinderwunsch, welches den Spermien nicht zusetzt, ist oft mit etwa 15 Euro pro 32 ml deutlich teurer. Öko-Produkte für den anspruchsvolleren Kunden oder hochwertige Silikon-Gele können die 10-Euro-Marke pro 100 ml aber auch knacken.

Welches Gleitmittel ist am besten?

Du siehst Dich beim Kauf eines Gleitmittels mit einer scheinbaren Flut von Produkten konfrontiert? Welches ist das Richtige für uns? In der Tat fällt die Wahl nicht ganz leicht. Behelfe Dich im Zweifel mit folgenden Ratschlägen. Zunächst solltest Du nur ein medizinisches Gleitmittel erwerben, denn nur mit dieser Bezeichnung darfst Du es überhaupt innerlich verwenden. Ein Gel ohne dieses Qualitätsmerkmal kann Stoffe enthalten, die gesundheitlich bedenklich sind oder die Scheidenflora verändern.

Auch ist es wichtig, dass Ihr Euch darüber klar seid, dass es Gele für unterschiedliche Bedürfnisse gibt. Plant Ihr ein Kind, solltet Ihr das spermafreundliche Kinderwunsch-Gel verwenden. Verhütet Ihr mit Kondom, fallen öl- und fettbasierte Gleitmittel von vornherein weg. Wenn Ihr Euch regelmäßig langen Sexorgien hingebt, sorgen silikonbasierte Gleitmittel für ein langanhaltendes Flutschgefühl. Auch wenn Ihr häufiger Analsex praktiziert, ist ein Gel auf Silikon-Basis super geeignet. Wer hingegen zu empfindlicher Haut neigt, ist mit einem Gel auf Wasserbasis gut beraten. Alternativ funktioniert auch ein Gel mit hochwertigen Bio-Ölen, die die empfindliche Schleimhaut gleichzeitig regenerieren und frei von allergieauslösenden Stoffen wie künstlichen Duftstoffen oder Konservierungsstoffen sind.

Gleitgel Anwendung

Du fragst Dich, was bei der Anwendung von Gleitgel zu beachten ist? Im Grunde kannst Du beim Auftragen nichts falsch machen. Bei Bedarf entnimmst Du einfach einen erbsengroßen Tropfen aus dem Behältnis, verreibst ihn mit den Fingern und gibst ihn auf den Penis oder auf den Eingang der Vagina. Du kannst so viel Gel anwenden, wie Dir lieb ist. Wenn Du es sehr flutschig magst, dann nimm einfach eine größere Menge. Überdosieren kannst Du ein Intimgel nicht.

Ein Gleitmittel wird beim Einsatz von Kondomen gebraucht, damit es nicht so schnell reißt oder wenn die Scheide zu trocken ist, um genussvolle Momente im Bett zu erleben. Das Gleitgel wird immer über dem Kondom aufgetragen. Unter einem Kondom, also zwischen Penis und Kondom, hat es allerdings nichts verloren, da das Kondom so ganz leicht abrutschen kann. Außerdem wird Gleitmittel verwendet, um die sexuelle Lust durch zusätzliche Feuchtigkeit beim Liebesspiel zu befeuern. Auch dient es dazu, Sexspielzeug gleitfähiger zu machen oder einen angenehmen Analsex zu ermöglichen.

Manche Gele eignen sich dazu, vor dem Geschlechtsverkehr noch eine Massage bei Deinem Liebsten durchzuführen, beispielsweise wenn Du Mandelöl als Gleitmittel verwendest. Alle Gele lassen sich zudem zur Massage von Penis und weiblichem G-Punkt verwenden.

Gleitgel Allergie

Wenn Du bei der Anwendung eines Gleitmittels ein Brennen, einen Juckreiz, eine Rötung oder gar einen Ausschlag spürst, ist dies möglicherweise Ausdruck einer allergischen Reaktion auf einen Inhaltsstoff. Es kann sein, dass Du auf einen Duftstoff oder einen Konservierungsstoff reagierst. Solltest Du solche Nebenwirkungen bemerken, dann sieh vom Einsatz des ausgewählten Gels ab und wähle ein Naturprodukt, etwa ein Bio-Gleitgel. Doch auch da kann es Probleme geben, beispielsweise dann, wenn Aloe Vera enthalten ist. Menschen, die eine empfindliche Haut haben, können auf bestimmte Inhaltsstoffe dieser Pflanze allergisch reagieren.

Gleitgele, die eine wärmende oder kühlende Wirkung versprechen, sollten beim Einsatz mit Argusaugen beobachtet werden. Gerade bei diesen speziellen Gelen kommt es in der Praxis häufiger zu Unverträglichkeitsreaktionen.

Gleitgel Haltbarkeit

Wenn Du ein Gleitmittel trocken, kühl und dunkel aufbewahrst, hält es geöffnet etwa 3 Monate. Du musst es nicht im Kühlschrank lagern. Nur solltest Du es keiner Hitze oder Sonneneinstrahlung aussetzen. Sind die 3 Monate abgelaufen, entsorgst Du das Gel besser. Andernfalls besteht die Gefahr der Keimbildung. Gehen die Keime auf die Vagina über, droht eine unangenehme Scheideninfektion.

Gleitgel aus Textilien entfernen

Manche Liebesnächte hinterlassen ihre Spuren im Bett. Und auch Dein Lieblingsdessous kann nach einem heißen Tête-à-Tête mit unschönen Flecken übersät sein. Flecken von Öl-Gelen lassen sich durch heißes Waschen mit Waschmittel noch recht gut entfernen. Doch wie sieht es mit hartnäckigen Silikon-Flecken entsprechender Gleithilfen aus? Da lohnt sich ein Blick in die Trickkiste: Flecken auf Seide kannst Du bei der Handwäsche mit etwas Essig vor der Wäsche einweichen. Bei Maschinenwäsche gibst Du 1 EL Essig zu Deiner Spezialwäsche aus Seide zu. Verwende dabei weniger Feinwaschmittel als sonst üblich.

Gleitgel von der Scheide entfernen

Natürlich kannst Du das Gleitgel von Scheide, Penis und Haut mit einem Duschgel entfernen, doch gerade für die empfindliche Haut der Vagina ist dies nicht der richtige Weg. Denn durch die aggressiven Inhaltsstoffe kann die Scheidenflora so verändert werden, dass Infektionen wie ein Scheidenpilz drohen. Besser: Gel mit einer Intimwaschlotion entfernen. Hier sind die Inhaltsstoffe besser auf die empfindliche Scheidenflora abgestimmt.

Gleitgel entfernen

Gleitgel lässt sich beim Duschen gut von der Haut entfernen. Um die Scheiden-Flora nicht zu strapazieren gibt es für die Reinigung des Intimbereichs spezielle Waschlotionen.

Weitere Inhaltsstoffe von Gleitgelen

Neben Wasser, Fett und Silikon sind in Gleitmitteln noch weitere Stoffe enthalten. Dazu gehört zum Beispiel das Glycerin. Dieser Alkohol wird als Feuchthaltemittel verwendet und kann zu verschiedenen Anteilen vorkommen. Wenn Du zu Scheidenpilz oder zu einer Blasenentzündung neigst, solltest Du auf eine möglichst geringe Menge Glycerin achten. Dann sollte dieser Stoff weit hinten in der Zutatenliste auftauchen. Denn: Glycerin ist süßlich und hat den Nachteil, dass sich Candida und Bakterien gern davon ernähren.

Weiterhin werden auch Zusatzstoffe wie künstliche Duftstoffe, Konservierungsstoffe (etwa Parabene) und Farbstoffe verwendet. Parabene haben laut Studien nicht nur die Eigenschaft, den Hormonhaushalt einer Frau zu stören, sondern können unter Umständen krebsfördernd wirken. Auch der Konservierungsstoff Natriumbenzoat gilt als sehr bedenklich, weil er die Entstehung von Krebs fördern kann. Außerdem soll der Stoff sogar das Erbgut negativ verändern können. Tipp: Schaue beim Kauf genau auf die Zutatenliste, ob Deinem Gel diese bedenklichen Stoffe zugesetzt sind.

Gleitgel aus Aloe Vera selbst herstellen

Ganz leicht kannst Du ein Gel aus der Aloe Vera selbst herstellen. Wenn Du eine Pflanze Zuhause hast, schneidest Du einfach ein Blatt davon ab. Mit einem Kartoffelschäler schälst Du dann die Schale ab, sodass Du nur noch das glasige Gel hast. Alternativ kannst Du das Gel auch mit den Fingern aus dem Blatt herauspressen. Du kannst das Gleitgel dann umgehend verwenden. Im Kühlschrank aufbewahrt ist Dein Gleitmittel aus Eigenproduktion einige Tage haltbar. Aloe Vera hat als Heilpflanze zugleich den Vorteil, dass ihre wundheilungsfördernden Eigenschaften die Vaginalschleimhaut regenerieren und schützen. Ist Dir die Eigenproduktion zu aufwändig, kannst Du Aloe Vera-Gel auch einfach kaufen.

Gleitmittel aus Kokosöl selbst machen

Aus Kokosöl lassen sich die beliebten Vaginalkugeln herstellen, die Du bei nicht ausreichender Feuchtigkeit in der Scheide vor dem Sex einsetzen kannst. Diese flutschigen Rundlinge stellst Du folgendermaßen her: Bringe das Kokosöl im warmen Wasserbad zum Schmelzen. Sobald die Masse knetbar wird, nimmst Du sie heraus und formst daraus mehrere etwa 2 g leichte Kugeln. Davon kannst Du Dir 2 bis 3 Mal in der Woche je 1 Kugel in die Scheide einführen. Auch kurz vor dem Geschlechtsverkehr ist dies noch möglich. Denn die Masse löst sich bei Körpertemperatur schnell auf. Die Vaginalkugeln aus Kokosmilch sind im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar.

Gleitgel in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft kann auch eine hormonell bedingte Scheidentrockenheit entstehen, die den Sex unangenehm werden lässt. Dann kannst Du ruhigen Gewissens zu einem sanften Gleitgel greifen, denn es wird Deinem Baby nicht gefährlich. Tipp: Achte beim Kauf auf weitgehend natürliche Inhaltsstoffe. Denn oft reagieren schwangere Frauen plötzlich empfindlich auf bestimmte künstliche Duftstoffe oder Konservierungsmittel. Auch kannst Du spezielle Gele für schwangere Frauen erwerben, die noch optimaler auf den pH-Wert der Vagina abgestimmt sind als die normalen Mittel. Diese Gele kannst Du auch in der Stillzeit anwenden.

Gleitgel in den Wechseljahren

Wegen des sinkenden Östrogenspiegels kann es in den Wechseljahren zu einer trockenen Scheide kommen. Es wird weniger Scheidensekret gebildet, woraufhin der Geschlechtsverkehr schmerzhaft oder unangenehm werden kann. Um das Scheidengewebe wieder geschmeidiger zu machen, verwenden viele Frauen dann Gleitmittel. Es ist aber auch möglich, spezielle Östrogencremes in diesem Bereich aufzutragen. Auch dann lässt die vaginale Trockenheit oft nach und die vertraute Zweisamkeit im Bett wird wieder als lustvoller empfunden.